Die Bipolar Affektive Störung
(früher: manisch- depressive Erkrankung)
1. Was versteht man unter einer BIPOLAREN (manisch-depressiven) Erkrankung?
Jeder Mensch hat bei sich
schon Stimmungsschwankungen festgestellt: Wir ärgern uns, wenn
wir zu Unrecht kritisiert werden, und freuen uns über ein Lob. Diese
Stimmungsschwankungen
sind ganz normale Reaktionen auf entsprechende Lebenssituationen und ein
wesentlicher Teil
unseres Lebens. Im Gegensatz dazu kommt es bei Menschen, die an einer bipolaren
Störung
leiden, zu Stimmungsschwankungen, die oft durch äußere Umstände
angestoßen werden,
jedoch in ihrer Intensität übersteigert sind.
Bei der bipolaren Störung schwankt die Stimmung zwischen himmelhoch-jauchzend (manisch)
und zu Tode betrübt (depressiv), wobei die Ausprägung und der Verlauf
sehr verschieden
sein können. Bei sehr gedrückter Stimmung und Gereiztheit oder Hochstimmung in
schnellem Wechsel spricht man von „Mischzuständen".
Bipolare Störungen sind Krankheiten, die nicht nur die Stimmung betreffen,
sondern auch Auswirkungen
auf das Denken, die Gefühle, den Körper und die Fähigkeit zur Lebensbewältigung
haben. Patienten, die an einer bipolaren Störung leiden, sind genauso krank wie
Menschen mit
einem Herzleiden. Die Erkrankung ist nicht ihre eigene Schuld. Bipolare
Störungen sind behandelbare
Erkrankungen, die jeden von uns betreffen können.