Medikamente

Achtung!

Hier findest Du Informationen über Medikamente, die bei bipolarer Störung
verwendet werden. Wir versuchen, diese aktuell zu halten.
Sie können aber in keinem Fall die Beratung durch Arzt bzw. Beipackzettel
ersetzen,dürfen nicht als solche verstanden werden und es wird keine Gewähr übernommen. .
Über die Verordnung, Dosierung, Absetzen von Medikamenten kann einzig der
behandelnde Arzt in Zusammenarbeit mit dem Patienten entscheiden, und  nur diesem
obliegt auch die Pflicht zur Aufklärung über Wirkung und Nebenwirkung.

        Alphabetische Liste der Medikamente*
          Die Liste ist noch nicht vollständig, wird aber laufend ergänzt.

In einer manischen, depressiven oder gemischten Phase besteht ein Ungleichgewicht an Botenstoffen ("Neurotransmittern") im zentralen Nervensystem.
Dieses  Ungleichgewicht kann medikamentös behandelt werden. Auch zum Vorbeugen des Auftretens neuer Phasen werden Medikamente eingesetzt (Phasenprophylaxe).


Grundsätzlich gliedert sich die Medikation in folgende Teile:

I. Basismedikation (Phasenprophylaxe, Rückfallschutz)
  
   Hierbei handelt es sich um Medikamente, die das auftreten neuer Phasen, und zwar sowohl
   depressiver als auch manischer Episoden, verhindern sollen.
   Man nennt diese daher auch "Mood" Stabilizer" (Stimmungsstabilisierer)
   Allerdings gibt es kaum Medikamente, die beides gleich gut verhindern (siehe Tabelle unten)
   Wichtig ist es, diese regelmäßig einzunehmen, auch wenn es einem gut geht -
   sonst ist der Schutz nicht gewährleistet!
   Aus zahlreichen Studien weiß man heute ohne jeden Zweifel, daß Patienten, die
   regelmäßig ihre Basismedikation einnehmen, insgesamt wesentlich seltener
   Phasen haben und eine höhere Lebensqualität erzielen.
   Bei vielen Patienten reicht ein Medikament als Basistherapie nicht aus, sondern
   es werden Kombinationen von zwei, manchmal drei Medikamenten gegeben, die
   sich in der Wirkung ergänzen.

   Es gibt keine "ideale Basismedikation" - die Ideale Möglichkeit mit der besten Wirkung
   bei den möglichst geringsten Nebenwirkungen  sieht für jeden Patienten anders aus und
   es braucht oft viel Zeit und Geduld sowohl von ärztlicher als auch von Patientenseite,
   bis sie gefunden werden kann.

II. Medikation in einer akuten Phase
   
   Wenn es zu einer depressiven oder manischen Phase kommt, sind meist
   zusätzliche Medikamente  zur  Basismedikation nötig.

    Hier kommen  vor allem in Betracht
       
    Bei Depression:
   
      Antidepressiva
      eine zweiter "Mood Stabiliser"
      eine atypisches Antipsychotikum, v.a. Seroquel 
  
   Bei Manie

    Antipsychotika
    ein zweiter "Mood Stabilizer"

 

Zur Behandlung der Bipolaren Störung werden u.a. folgende Medikamente eingesetzt

-1.Antipsychotika
-2.Mood Stabilizer" ("Stimmungstabilisierende Medikamente") - Phasenprophylaxe
   
    Lithium
    Antiepileptika

- 3.Antidepressiva
- 4.Tranquilizer, Benzodiazepine ("Beruhigende Medikamente")


 

WAS WIRKT WOGEGEN?

 Akute Manie Akute Depression

 Prophylaxe Prophylaxe
 Manie           Depression

 
Quilonorm +++ (+) +++       +     
Depakine +++ (?) +++       +   
Tegretol ++ - ++       ?   
Zyprexa +++ + +++       +
Seroquel +++ +++ +++       +
Risperdal ++ (?) +         ?
Lamictal - + (langsamer Wirkungseintritt) -       +++ 
Antidepressiva - + (?) -       +?
Zeldox ++ - +++       +?  
Abilify ++ -(?) +++       +? 
Topamax* ? - -?         -                         

*in Österreich für Bipolare Störung nicht zugelassen


Offizielle Therapierichtlinien: graphisch dargestellt!

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