Aufruf zum Protest gegen die
Verbrechen der Psychiatrie
Wann: Freitag, 19.6.2009 14-18 Uhr
Freitag, 26.6.2009 14-19 Uhr
Wo: In Dortmund im Ostenhellweg auf Höhe der Reinoldikirche
Jeder kann Insasse der Psychiatrie werden!
Erhard Paulini: Ich wurde 2002 völlig grundlos und unschuldig in die Psychiatrie in
Dortmund-Aplerbeck gesperrt. Dort wurde ich als „psychisch krank“ verleumdet und
gegen meinen Willen mit hoch dosierten Medikamenten vollgepumpt. Dadurch wäre
ich fast gestorben. Selbst, als ich schon ein lebensgefährliches malignes
neuroleptisches Syndrom hatte, wurde ich weiter mit dem hoch dosierten Gift
zwangsweise vollgepumpt. Seit dem habe ich zwei zerstörte Nieren und muss jeden
zweiten Tag für viele Stunden zur Dialyse, damit ich nicht sterbe. Ich ließ mich auf
die Warteliste für ein Spendeorgan setzen, da ich das brauche, um zu überleben.
Man strich mich einfach von der Liste, mit der Begründung, ein Spendeorgan sei „bei
psychischer Krankheit nicht indiziert“. Hier ein weiteres Beispiel für die Verbrechen
der Psychiatrie: Ist es erlaubt, angeblich „psychisch kranken“ Schwangeren
Neuroleptika in der Schwangerschaft zwangsweise zu spritzen? Ja, auch das ist
erlaubt. Folge ist, dass schwerst behinderte Kinder zur Welt gebracht werden. Ist das
Leben des Ungeborenen unwert?
Willi Kappes:Im Alter von 4 Jahren unterstellte mir ein Psychiater, ich sei
schwachsinnig und sperrte mich in die Psychiatrie. Erst 45 Jahre später, im Jahr
2003, wurde ich befreit. In der Psychiatrie wurde ich von meinem neunten Lebensjahr
an mit Medikamenten vollgestopft. Man wurde sediert, bis man als lebende Leiche
umherging. Auch nach meiner Befreiung versuchte ein „Betreuer“, mich zur
Einnahme der giftigen Medikamente zu zwingen. Als ich 2003 befreit wurde, war ich
zum ersten Mal in meinem Leben glücklich.
Bernd Seiffert: Ich kenne viele Psychiatrieopfer. Über 200.000 mal wird ein Bürger
in Deutschland jährlich in die Psychiatrie gesperrt. Etwa eben so viele werden zu
einer Einweisung genötigt bzw. erpresst. Diese Opfer werden normalerweise mit
extrem hoch dosierten Giften zwangsweise vollgepumpt. So fallen jährlich hunderttausende
in Deutschland der schlimmsten Folter zum Opfer. Die Vergiftungserscheinungen
sind enorm. Ein großer Teil der Opfer lebt von dann an den Rest des Lebens
in schwerster Medikamentenabhängigkeit. Das Gift reduziert die Lebenserwartung
drastisch. Die Psychiatrie ruiniert so jährlich das Leben unzähliger, tausender
Menschen. Sie denunziert die Opfer vorher als „psychisch krank“. Und innerhalb der
deutschen psychiatrischen Anstalten sterben jährlich ca. 3000 Menschen.
Unterstützt von:
Landesverband Psychiatrie-Erfahrener NRW, Wittener Str. 87, 44 789 Bochum, 0234 / 640 510-2,
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Bundesarbeitsgemeinschaft Psychiatrie-Erfahrener,
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