Annäherung von iinnen

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    • Annäherung von iinnen

      Diese Textpassage habe ich mir mal unter anderem herausgeschrieben - heute fiel sie mir wieder in die Hände. Ich finde den Auszug sehr passend, denn bemuttern und bemitleiden ist nicht hilfreich, weil es doch auf eine Art konditioniert ;) und das Weiterentwickeln verhindert - genauso wenig hilfreich wie Drängen und Gängeln, was den Depressiven nur zusätzlich lähmt. Wer möchte, soll's gern ins MDforum kopieren, vielleicht kann ein/e Angehörige/r etwas damit anfangen.



      Annäherung von innen
      Grundhaltung der Begegnung
      Normalisierung der Beziehung durch Gegnerschaft

      ( aus : "Irren ist menschlich" - Kapitel Depression )


      " ..... denn dadurch, dass ich mich in meiner Suchhaltung (=helfen) nicht schone, wird die Begegnung tragfähig und ich habe das Recht, dass auch der Patient sich nicht schont. Und dies gelingt duch die Offenheit, mit der ich ihm alle Gefühle, die er bei vollständiger Wahrnehmung in mir auslöst, rückmelde.
      Dazu gehört etwa :

      1.
      Seine Trostlosigkeit habe ich eher noch zu vertiefen, muss ihn darin überbieten, um endlich auf ihren Grund zu kommen; denn einen Trostlosen zu trösten heißt, ihn zu verspotten.

      2.
      Seine Hilflosigkeit hat mich aktiv noch hilfloser zu machen; denn in der Tat kann niemand ihm helfen, außer er sich selbst.

      3.
      Seine Selbstabwertung muß mit der Abwehr seiner Angst zu tun haben, sich zu akzeptieren, so mittelmäßig wie er ist, und mit der Abwehr seiner Trauer darüber, das er so ist.

      4.
      Sein Mitleidsapell, der mich wütend macht, und die Gewalt mit der er sich und mich niederschlägt zeigen seine Unterdückung der Wut über seine Kränkungen und die Gewalttätigkeit, die seinen Problemlösungsweg zur Sackgasse macht.

      5.
      Endlich zeigt mir seine endlose Angestrengheit auch sein Bemühen um Selbsthilfe und damit seinen Wunsch, dass er seinen gnadenlosen Kampf gegen sich und seinen Partner eigentlich als Kampf für sich und für seinen Partner führen möchte, wofür ich ihm Bewunderung und Respekt zu signalisieren habe.


      Ende des Auszugs.




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    • weil ich ständig nach dem mir zugeteilten ICD code gefragt werde :
      nun hab ich mir mal den aktuellen bericht zeigen lassen und da steht F31.7 G


      G heisst gesichert,
      V wäre Verdacht auf.


      Wie man sieht, sieht man nix.
      Also bitte frag mich niemand mehr nach ICD oder sonstigen codes ... die ändern sich ständig, sind also nur für ärzte relevant.



      schüüüü
      µ
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    • RE: ICD code entschlüsselt *smile*

      Hallo Ki-Zu,

      also dass man nix sieht, kannst du so nicht sagen. Die aktuelle Einschätzung des/r Diagnostizierenden zu dir ist folgende:

      ''F31.7 Bipolare affektive Psychose, gegenwärtig remittiert

      Der betroffene Patient hatte wenigstens eine eindeutig diagnostizierte hypomanische, manische oder gemischte affektive Episode und wenigstens eine weitere affektive Episode (hypomanisch, manisch, depressiv oder gemischt) in der Anamnese; in den letzten Monaten und gegenwärtig besteht keine deutliche Störung der Stimmung. Auch Remissionen während einer prophylaktischen Behandlung sollen hier kodiert werden.''

      (Quelle: Offizieller ICD der WHO, siehe auch dimdi.de/dynamic/de/klassi/dia…d10/htmlgm2007/fr-icd.htm)

      Wie man daran auch sieht, sind diese Schlüssel zeitpunktbezogen, d.h. beim nächsten Mal kannst du je nach Änderung deines Zustands einen anderen Schlüssel bekommen.

      Ob die derzeitige Einschätzung richtig ist, kannst du selbst ja wohl auch sehr gut beurteilen.

      Liebe Grüße

      Peter
      You'll never gonna change anything!

      (John Rambo in Rambo IV)