diagnose und das leben davor und danach

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    • RE: Diagnose und das Leben

      Hallo Karla,
      habe Deinen Beitrag gelesen - ja war wirklich etwas länger.

      Dein Wunsch hier Hilfe zu bekommen, den kann ich nachvollziehen.

      Aber: Du brauchst einen guten Therapeuten (der bestimmt schwer zu finden ist), insbesondere für Deine GAS - siehe auch:

      Eindrücke vom Symposium 28 auf dem Psychotherapiekongress in Berlin am 09.03.04.
      Generalisierte Angststörung (GAS): Von der Therapieforschung zur Praxisforschung

      manic-depressive.de/read.php?f=5&i=43502&t=43502

      Aber auch Kontakte zu anderen Teilnehmern im Forum können Dir helfen. Ich selbst habe relativ selten Angst-Probleme - kenne Angst nicht wirklich. Nur in der Deprtessione (bin Rapid Cycler, Bipolar-I) habe ich manchmal Angst, irgendetwas nicht zu schaffen oder durchzuhalten im Job - aber das liegt dann an der Depression.
      Gruß
      Adler
    • hiho ihr, danke schon mal für den willen das überhaupt zu lesen. ich habs mir selber jetzt noch 2mal durchgelesen und es setzen wieder typische verhalten ein. zum einen fühl ich mich wieder wahnsinnig pupertär und habs gefühl die sagen "das ist doch alles ganz normal, stell dich nicht so an" zum anderen hab ich wieder das gefühl, wie so oft, nicht genug gesagt zu haben. nicht genug beschrieben zu haben.

      und wieder fang ich an über bipo zu lesen und dann kommen wieder schleichende zweifel ob die diagnose überhaupt stimmt. einfach nur wegen der abfolge der hochs und tiefs. nirgendwo steht was von täglichen wechseln, immer nur "ein paar mal im jahr ist viel".

      ich merke, wie ich gerade nervös werde. diese grundnervosität "was ist wenn das alles nicht stimmt, wenn dir auf einmal gesagt wird diagnose falsch. was ist wenn du auf einmal wieder ohne das "warum es so ist" dastehst. ich war so dankbar vor einem jahr als das ganze einen namen bekommen hat. und gleichzeitig traten zweifel auf.

      es ist irgendwie immer das gleiche *sfz*

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von karla ()

    • Gratuliere zu dieser Leistung karla

      Hallo karla,
      ich bin beeindruckt von Deinem Text. Du schreibst viele sehr gute Beobachtungen.

      Ich will das auch erst mal auf mich wirken lassen und hoffe. es geht Dir nicht weiter schlecht, wenn Du den Text neu liest.
      Vielleicht wäre es gut, einfach mal Abstand zu halten. Lies ihn nicht durch oder erst, wenn Du wieder etwas Ruhe gefunden hast.

      Die eigene Produktion von Text IST aufregend.
      Er ist sehr gut und damit ist einiges anzufangen.

      Ich will sehen, ob ich später dazu noch mal was schreiben kann.
      Erst einmal willkommen hier im Forum.

      Gruss
      Lucy
    • Hi Karla
      jetzt hab ich woanders schon gefragt wie alt du bist - nun weiss ich mehr ;)
      Ich gestehe, lesen muss ich deinen Text in Etappen ...




      Zitat Karla :
      """ ... und habs gefühl die sagen "das ist doch alles ganz normal, stell dich nicht so an ..."""
      Das geht mir immer so ;) Weil man sich selbst schon ewig damit rumplagt, scheint es ja auch normal zu sein, für einen selbst. Daher kommt dieses Gefühl vielleicht, und es gibt ja eben auch so viele Leute, denen es viel schlechter geht," also bitte Ki-Zu, reiß dich am Riehmen du Heulboje" So denke ich immer. :D

      Andererseits kann man nie genug darüber sagen, wie man sich fühlt, weil es Unmengen an Emotionen, Gedanken, Abdrifter, Spinnereien und und und gibt, die extrem schwer einzuordnen sind, ein Chaos. Vor allem in den ersten drei Jahrzehnten warv das bei mir so, nun bin ich 34 und es geht gut.
      Um das immer mehr ordnen zu können, MUSS man sogar erzählen, ausschreiben, in Worte packen, beschreiben was da alles abgeht. Sonst bleibt es ein wirbelndes Chaos, das einen beherrscht. Und ich glaube, dass es gegenüber mehr oder wenifger fremden Leuten viel einfacher ist - ich hab oft genug Kneipenbekanntschaften vollgesülzt hehehheee und das Seltsame ist, die fanden das interessant ?( "Freunde" haben nie zugehört, sagten sofort, das sei ihnen zu anstrengend.

      Also schreib dir mal hier alles von der Seele ! ;)
      µ
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Ki-Zu ()

    • SHIT jetz ist die Hälfte des Beitrags versumpft !!

      Die Diagnose
      störte mich vor allem deshalb so sehr, weil ich mich entmündigt fühlte,
      so als würde mir nun die Verantwortung für alles was ich getan, nicht getan,versaut, verbrochen, geschaffen hatte, weggenommen.
      Ich hatte die große Sorge, dass all meine Persönlichkeitsmerkmale, mein Verhalten, meine Entscheidungen, Emotionen und Gedanken, alle Fähigkeiten zu Symptomen der MD herabgeschrumpft würden.
      Total entwürdigend ist sowas.

      Drüben im MDforum tun das tatsächlich nicht wenige (sogar Selbst-MDler !!)
      Da wird dann Robbie Williams' Hintern-Blankziehen zum deutlichen Anzeichen einer akuten Manie :rolleyes: Und Brittanys Glatze zum Beweis ihrer Bipolaren Störung.

      :banghead: :banghead: :banghead: :banghead: :biggrin:

      Ich finde das grotsek ! Um nicht zu sagen hysterisch !!!
      Heheheheheheee ((((--::
      µ
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    • das ist so ein zwiespalt in dem ich stecke. einerseits ist es mir auch zuwider erklärungen meines verhaltens mit md zu machen, andererseits gab es mir endlich das "warum". wenn du dir vornimmst an dir zu arbeiten, dem partner zu vertrauen zb dass er allein weggehen kann und du redest viel und sprichst offen über dein vertrauensproblem und wenn er dann abends mal allein weg ist sitzt du da und nichts ist mit den guten vorsätzen. der kopf spinnt sich dann wieder irgendwas zusammen macht aus einer 5minuten verspätung ein übelstes theater, du siehst dich selbst wie du total überreagierst und willst das überhaupt nicht.

      skurilerweise ist er ja wirklich fremdgegangen ab dem moment an dem ich ihm "mehr freiheit" gegeben hab, aber mei, das ist jetzt 2 jahre her, muss man nicht mehr drüber reden.

      mein jetztiger partner ist einzelgänger und das ist auch ganz gut so ;)

      gleiches ja zb abends mit dem einschlafen. ich versuche diese bilder bewusst wahrzunehmen, mich ihnen zu stellen, rede mit meinem partner drüber, aber sie gehen einfach nicht weg. es ist als ob ich überhaupt keine kontrolle darüber habe. ich versuche rauszufinden wo die ursachen für diese konkreten bilder liegen könnten. zb. waren meine ersten zwei partner paintballspieler bzw hobbiy schützen. die hatten auch irgendwelche handfeuerwaffen zu hause. mir war damit nie ganz wohl, und ich dachte und hoffte dass das vllt die ursache für diese bilder. scheint wohl nicht so zu sein. ich bin dahingehend mit meinem latein am ende. und das ärgert mich. ich hasse es keine kontrolle zu haben. ich hasse es wenn das denken nicht so funktioniert wie ich das will und ich zu keinem ergebniss komme. und manchmal hasse ich es auch das meine gedanken mit lamotrigin so langsam und ruhig geworden sind. mir fehlt an manchen tagen dieses "schnelle, parallele und konfuse denken und die fähigkeit etwas von tausend seiten zu beleuchten".

      was auch auffällig ist, oder vllt bilde ich mir das nur ein. ich konnte früher für meinen geschmack wirklich gut zeichnen. an zig bildern gleichzeitig arbeiten bei den einzelnen bildern an 5 baustellen gleichzeitig und irgendwann kam etwas dabei raus was ich wirklich toll fand. heute ist wie ein blockade da. schon die ersten linien widern mich an. es ist fast ekel.

      dann ist jetzt seit einem jahr etwas anderes dazu gekommen. ich hab ab und an richtig derbe hustenanfälle. kein arzt hat was gefunden, alles iO soweit. diese anfälle sind belastend, minutenlang bekomm ich keine luft, mein hals brennt und irgendwann scheint der ganze körper zu brennen. was ich nie gemacht habe war beobachten wann das kommt. mein freund hat das wohl gemacht und gestern gemeint ich solle da mal mit meinem psychiater drüber reden, weil die anfälle hauptsächlich dann kommen wenn ich mich aufrege. so wie gestern nach dem telefonat mit meiner mutter.

      hm... alles komisch ;)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von karla ()

    • Puh!
      Das ist so viel auf einmal, dass mir fast die Worte fehlen.....

      Das mit dem ständigen Wechsel, Aufregen wegen "nichtigen" Kleinigkeiten kenn ich auch. Bei mir heissts "gemischt" -- sagt alles-- oder?

      Ein konfliktträchtiges Verhältnis mit Muttern kann ich auch mehr als nachvollziehen (obwohl ich schon älter bin!)
      Sie / oder das Verhältnis lässt einen nicht aus den Klauen, wenns auch ein jahrelanges unbewusstes Muster ist, bei uns hats was von ständig schlechtes Gewissen machen.Sie fordert, aber nur indirekt, aber wehe es wird nicht erfüllt, dann kommt das schlechte Gewissen, dass man erst recht nur ja alles tut.

      Ausserdem hat sie glaub ich schon als ich Kind war (unbewusst??) Druck ausgeübt, dass eigentlich ich für sie da sein muss, ihre Stütze sei muss...
      Alles total lieblos

      Muss jetzt erst lernen mich von ihr abzugrenzen, weil genauso die Telefonate mit ihr mich jedesmal so in Rage gebracht haben, einfach durch ihre Art, dass ich oft nicht abgehoben hab, wenn ich wusste, sie war dran :)

      Die Diagnose vom Doc (die Psychologin glaubt noch immer an burnout.. ?( hat mich aber jetzt nicht soo wahsinnig beruhigt, eher mehr Fragen aufgeworfen, was das jetzt ist, was, wie tun, wie langs dauert, etc

      Aber Lamictal (ua) hat mir auch geholfen mal prinzipiell eher weniger Abstürze und Unruhe zu haben.

      Meine Trennung vor einem Jahr war sicher auch teilweise dadurch "beschleunigt", allerdings hatte auch er riesigen Anteil daran :rolleyes:

      Na supi, jetzt hab ich dich mit meinem Sch.angelabert, sorry

      Ich kann mir aber vorstellen, dass du dich zu sehr unter Druck setzt (zB.Beziehungen), und meistens (wie so oft im Elternhaus angelernt!!), die Schuld bei dir suchst, bzw. wie du selbst sagst alles in dich reinfrisst (schwer zu ändern, weiss ich selbst ;) )

      Aber ich glaub ein Therapeut , dem du wirklich vertraust, und bei dem du all das mal loswerden kannst, wär wohl nicht schlecht.....

      Aber ich glaub jetzt hab ich dich genug angequatscht, sollte ja umgekehrt sein, ist eh gut , wenn du hier mal fürs erst was loswirst :)

      Lg.burnie
    • Irgendwie ist der Anfang des Themas weg edited worden so das ich erst jetzt irgend wie versuchen kann auf das Thema einzugehen.
      Ich selber habe mir in den Letzten Tagen oft die Frage gestellt ob ich jetzt da ich weiss MD zu sein mich anderst benehm oder bestimmte Dinge anderst machen muss. Und ich weiß es Trozdem nicht.
      Ich hab mir erstmal bei Amazon ne Ladung Bücher zum Thema bestellt. Eins an dem ich grade bin ist eigentlich ganz gut geschrieben, nur irgend wann im Mittel teil find ich wirds sehr fachspezifisch mit den ganzen Neurotranmitter gedöns und so aber sonst recht gut.
      Ist von Eberhard J. Worner - Bipolar
      Ich kanns nur empfelen! Der Autor vergleicht am anfang Bipo mit nem Defekten Temperaturregler einer Heizung, ein recht Bildlichervergleich wie ich mein. Ausserdem wird schon im Prolog auf die Berümten Bipos der Geschichte hin gewiesen. Irgend wie mach mir das auch wieder etwas mut. Selbst mit MD kann mans zu etwas Bringen!

      Tut mir leid wenn der Beitrag etwas unqualifiziert rüber kommt aber ich bin auch erst seit 2 1/2 Wochen in Behandlung und das alles ist für mich auch noch sehr neu!

      nix für Ungut

      Gruß

      Romeo
      Darling, I forgive you after all
      Anything is better than to be alone
      and in the end I guess I had to fall
      Always find my place among the ashes
      I cant hold on to me
      Wonder whats wrong with me
    • RE: diagnose und das leben davor und danach

      Hi

      Tja Ich dachte ich nehme mir ordentlich Zeit um deinen Text zu Lesen und nu? Aber gut da hab ich woll Pech gehabt.
      Ich finde die es auch sehr beruhigend das es jemand gibt der mir sagt: All das ist nicht deine Schuld. irgendwelche Dinge in deinem Hirnblabla
      das ist sehr entlasstend aber es wirkt eben auch ein bisschen wie in so einem amerikanischen Kinderfilm wo der kleine Junge bei der bösen Stievmutter aufwächst und am Ende rauskommt das seine schönen Eltern gar nicht tot sind, und er mit seinen Liebevollen Geschwistern im teuren Haus voller aufwachsen kann. ein bisschen wie in einem Traum. Immer wenn ich mir dachte mit mir stimmt doch irgendwas nicht, hatte ich irgendwie im Hinterkopf: was für eine gelungene Ausrede "mit mir stimmt was nicht" ich hab auch (?) sehr große Probleme die "Diagnose" zu akzeptieren.

      Ich hoffe du hast nur deinen Beitrag gelöscht und nicht dich... (aus dem Forum)

      Lg mister-x