Eine Biene denkt, also ist sie!

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    • Eine Biene denkt, also ist sie!

      Hallo,

      mal ganz fern ab von Psychiatrie, Medikamente und Krankheiten, hier ein Beitrag über ein Bienengehirn, mit philosophischen Betrachtungen. zeit.de/zeit-magazin/2015/02/bienen-forschung-randolf-menzel

      Viele Grüße Heike

      "Wenn unser Leben die Summe unserer Entscheidungen ist, dann können wir nicht ändern wer wir jetzt sind, ABER mit jeder Entscheidung die wir JETZT treffen, können wir bestimmen wer wir sein WERDEN." (Verfasser unbekannt)

      systemdenker.mainchat.net/
    • Wenn Löwen sprechen könnten, könnten wir sie nicht verstehen (Wittgenstein)

      Hi,
      sehr schönes, hochinteressantes Wissenschaftsgespräch, wie ich finde. Es ist so reich an Gedanken, dass ich ihm nicht gerecht zu werden vermag. Deshalb nur zwei Anmerkungen. Es stellt sich auch hier heraus, was das Resultat aller derartigen Untersuchungen an verschiedensten Tierarten ist: Wir haben deren kognitive Leistungen, ihre Empfindungsfähigkeit und deren (wie auch immer rudimentär ausgeprägten) Formen von Bewusstsein vollkommen unterschätzt.

      Die Korrektur dieses anthropozentrischen Vorurteils fällt nun aber, zweitens, aus methodologischen und begrifflichen Gründen extrem schwer. Sehr schön wird in dem Gespräch herausgearbeitet, was überhaupt mit Blick auf Insekten wie Bienen unter 'Intelligenz' zu verstehen ist. 'Natürlich' können wir gar nicht anders verfahren, als von unserer, an der Spezies Mensch abgezogenen Vorstellung von Intelligenz auszugehen. Genau das aber verstellt den Blick. Das gilt gleichermaßen für das 'System Sprache', das in dem Gespräch reflektiert wird. Es liest sich wie eine Bestätigung des genialen Satzes des Philosophen und Mathematikers Ludwig Wittgenstein, den er in seinen Philosophischen Untersuchungen begründet hat: "Wenn Löwen sprechen könnten, könnten wir sie nicht verstehen." Warum ist das so? Weil Sprache immer in eine, wie Wittgenstein sagt, Lebensform eingebettet ist, aus der heraus allein sie verstanden werden kann. In diesem Zusammenhang entwickelte er den für sein Spätwerk zentralen Begriff des Sprachspiels.

      Auf diesem Hintergrund ist geradezu drollig, welche Vorstellung sich manche vom Prozess wissenschaftlicher Forschung machen: Beobachtung - Frage - Hypothese und anschließend - wie war das noch - 'translationale Medizin'. Ceterum censeo: Erbarmen mit den Psychiatern!

      Gruß
      Laci
      "Tief im Herzen haß ich den Troß der Despoten und Pfaffen, Aber noch mehr das Genie, macht es gemein sich damit." (Hölderlin)

      "Nun müssen diejenigen, welche ihre Gedanken untereinander austauschen wollen, etwas voneinander verstehen; denn wie könnte denn, wenn dies nicht stattfindet, ein gegenseitiger Gedankenaustausch möglich sein?" (Aristoteles)
    • Ich glaube, dass auch Pflanzen denken können, denn sie haben ja schließlich auch Gefühle, sogar wissenschaftlich messbare. Und ich sitze hier neben dem Fensterbrett, und glaube, ich werde inspiriert, z. B. um neue Songs zu schreiben und zu komponieren.
      Liebe Grüße
      Schlumpfmaus


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      Lieber mit Stella und Otto einen flotten Dreier, als mit den Dritten und Cellulite einen flotten Otto. :D