Mal was anderes- Irland stimmt heute über die Homo-Ehe ab!

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    • Mal was anderes- Irland stimmt heute über die Homo-Ehe ab!

      Da bin ich mal gespannt, wie die Wahl ausgehen wird. Bis 1993 galt Homosexualität dort noch als strafbar in Irland. Bis 1978 waren Kondome ganz verboten, danach nur mit Rezept des Hausarztes erhältlich und ab 1993 erstmals im freien Handel erhältlich. Aber Irland wäre das erste Land, dass über eine Volksabstimmung evtl. die Homoehe gestattet.

      "Wenn unser Leben die Summe unserer Entscheidungen ist, dann können wir nicht ändern wer wir jetzt sind, ABER mit jeder Entscheidung die wir JETZT treffen, können wir bestimmen wer wir sein WERDEN." (Verfasser unbekannt)

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    • Huhu Heike,

      das mit den Gummis hat aber sich nichts mit Homo-oder Bisexualität zu tun. Ein Teil Irlands ist ja streng katholisch und als Katholike soll man sich ja fröhlich lieben und viele Kinder zeugen- da wären Gummis recht hinderlich. Selbst der vorhergehende Papst hat ja noch vor ein paar Jahren erklärt, Kondome seien nicht nach Gottes Wille und das in einem Land (Afrika), indem die Leute reihenweise an Aids sterben. Dafür wurde er ja Gott sei Dank auch massiv kritisiert. Manchen ist offenbar nicht ganz klar, dass Kondome nicht nur vor Schwangerschaft schützen (sollen).
      Überleg mal, die mussten ein Rezept für Kondome haben!??!! Was für ein Staat ist das, der seinen Bürgern es so schwer macht sich vor Krankheiten zu schützen, die zudem potentiell tödlich sein können? Ist das im Interesse der Menschen, die dort leben? Es gab bestimmt eine Reihe von Menschen dort, denen es zu peinlich war, nach einem solchen Rezept zu fragen.
      Meine Eltern haben sich beim Kondomekaufen immer geschämt- bis zuletzt. Eben die ältere Generation.
      Wenn ich jemanden kennenlerne, dann würde ich doch auch nicht Hals über Kopf mit dem intim werden und meine Gesundheit auf's Spiel setzen.
      Wenn das Volk "pro" abstimmt, könnte es sein, dass es knapp sein wird (eben wegen dem Anteil an streng-gläubigen Katholiken).
      Unfassbar, dass bei denen bis in die 90'er Jahre Homosexuelität strafbar war.
      Gestern ruft mich mein Bruder an und sagt, unser neuer Mieter wird gedisst von dem Pärchen aus der ersten Etage, weil er schwul ist! Auch entsprechender dissender Mieter sprach mich darauf an. Hallo!!?? Wer bin ich denn? Meine Mieter könne in ihren Wänden tun und machen was sie wollen, solange sie keinem damit auf den Schalter gehen. Das ist ein ehrlicher Mensch, der als Krankenpfleger hart arbeitet und jeden Monat pünktlich seine Miete bezahlt und freundlich ist. Was anderes interessiert mich nicht. Und vor allem hat er was im Kopf. Das kann man von dem anderen nicht behaupten. Komisch, ich erleb es immer wieder, dass Leute, die nicht so sehr mit Intelligenz gesegnet sind, dem sehr unaufgeschlossenen entgegentreten.
      Wenigstens hat mein Bruder sein Weltbild etwas geändert. Der weis zwar bis heute nicht, dass ich in Richtung beider Ufer schwimme, aber er kann mitlerweile erkennen, dass bestimmte charakterliche Eigenschaften wesentlich wichtiger sind und man Menschen nicht nach ihrer sexuellen Ausrichtung beurteilt, sondern wie angenehm oder unangenehm man mit ihnen auskommt. Was meinen dissenden Mieter angeht, hab ich 3 rote Kreuzchen am Kalender gemacht, als ich Meldung bekam, sie würden ausziehen. Es hat mich mehr als nur 10 mal auf die Palme gerbacht, wenn er wieder unverschämte Fordrungen gestellt hat, weil er die Dimension nicht blicken kann und nicht weis was dahinter steht und welche Konsequenzen drohen und sich total unerwachsen verhalten hat.

      LG, IM
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      Aufstehen. Krönchen richten. Würdevollen Schrittes weitergehen.
    • Das kann man so nicht verallgemeinern. Ich bin ja in der DDR geboren und die waren da sehr fortschrittlich und da wurden Schwule schon sehr früh (50'er Jahre nicht mehr verfolgt/bestraft), später wurden auch Beziehungen zu Leuten unter 18 nicht mehr verfolgt, auch wenn der Paragraph nicht gleich gestrichen wurde.
      In der BRD wurden 1973 Strafen für Sex zwischen Schwulen abgeschafft. Der Paragraph 175 wurde erst viele Jahre später gestrichen (1994), das stimmt allerdings und ist für Schwule sicherlich immer sehr ärgerlich gewesen und das Abschmettern diverser Anträge zur Abschaffung sicherlich eine Art Zeichen gegen sie zum einen und zum anderen erniedrigend. Ich denke, sie fühlten sich eher geduldet und konnten nicht sicher sein, dass man die Straffreiheit nicht wieder aufhebt, wenn sich die politische Richtung ändert.
      Das ist jedenfalls das, was ich vor kurzem las, weil ich mich näher mit dem Thema befasste aus gegebenem eigenen Anlas und so...hust...

      Auffällig beim Lesen diverser Texte ist: Lesbisch zu sein, war scheinbar seit jeher kein wirkliches Problem.
      Die Tage sah ich auch ein interessantes Buch in der Fachabteilung der Psychologen in meiner Lieblingsbuchhandlung. Scheinbar ist Homosexulaität auch ein gewisses Problem, dass auch Psychotherapie betrifft. Das Thema wird scheinbar gern professionell totgeschwiegen. Und auch hier haben männl. Homosexuelle größere Nachteile als Lesben oder Bisexuelle.
      "Sexuelle Orientierung" heißt das gute Stück (für Interessierte, Springer-Verlag). Tja der Zufall wills (ein Zeichen?) es erschein ausgrechnet an meinem 30. Geburtstag.

      Hier ein Auszug

      Buchrückseite

      Schwule, Lesben, Bisexuelle in Psychotherapie und Beratung – die wesentlichen Punkte für die Praxis
      Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten wollen schwule, lesbische und bisexuelle Patientinnen weder pathologisieren noch diskriminieren, sondern vielmehr affirmativ arbeiten. Viele ziehen sich auf emphatisches Verstehen als Instrument der Psychotherapie zurück. Andere sehen eine Lösung darin, die sexuelle Orientierung möglichst nicht besonders zu beachten. Die Folge: Oft wird die sexuelle Orientierung nur oberflächlich benannt, aber ihre Bedeutung für den Klienten nicht erkannt. In einigen Fällen bleibt die sexuelle Orientierung völlig unausgesprochen und unerkannt.
      Affirmative Therapie kann mehr als „Alles kein Problem mehr, ich behandle alle gleich!“
      Lesben, Schwule, Bisexuelle durchlaufen als Minderheit in einer heteronormativen Mehrheitsgesellschaft eine spezifische sexuelle Identitätsentwicklung, bei der die Überwindung von Internalisierter Homonegativität die größte Hürde darstellt. Sie sind spezifischem Minderheitenstress und Risikodynamiken ausgesetzt, gegen die sie eigene Ressourcen mobilisieren und Communities schaffen. Praxisnah vermitteln Autorin und Autor Wissen um die Besonderheiten einer nicht-heterosexuellen Entwicklung schwuler, lesbischer und bisexueller Identitäten und Lebenswelten. Sie regen an, die eigene Haltung zur Vielfalt sexueller Orientierung und Identität zu reflektieren, und fördern Handlungskompetenzen. Sie schreiben für Psychologische Psychotherapeuten, psychotherapeutisch tätige Ärztinnen, Berater, Studierende, Psychotherapeutinnen in der Ausbildung und Supervisoren.
      Eine gute lesbare Reise in nicht-heterosexuelle Lebenswelten von erfahrenen Fachleuten aus Beratung, Psychotherapie, Selbsterfahrung und Fortbildung

      LG, das Nüssli
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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Zaubernuss ()

    • Letztendlich gibt es für mich kein Argument, was gegen eine Legalisierung sprechen würde. Es sind zwei Menschen, die sich entschieden haben, gemeinsam miteinander zu leben. Nicht mehr und nicht weniger. Heteropaare habe keine Nachteile dadurch, ebensowenig die Singles. Dabei geht es doch vor allem darum, vor dem Gesetz gleich behandelt zu werden, vor allem wenn es darum geht, wenn jemand erkrankt ist oder sogar stirbt. Mit welchem Recht will man diesen Menschen das eigentlich vorenthalten?

      Vielleicht, wenn die Menschheit noch etwas durchhält, werden wir in 50 oder 100 Jahren über so eine Verbortheit drüber lachen und die Kinder, die das im Geschichtsunterricht lernen, dass eine Homoehe nicht zur Normalität gehört hatte, nur den Kopf schütteln. Aber eben nur vielleicht.

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    • Das sie heiraten dürfen, heißt ja nicht, dass sie automatisch gleichgestellt sind. Homosexuelle Paare durften bis vor Kurzem auch mit Trauring nicht Kinder adoptieren. Das haben sie sich erst später erkämpft.
      Hast du schon mal eine gleichgeschlechtliche Zeremonie gesehen? Also mich hat das mega genervt, dass es "Lebenspartnerschaft" genannt wird. Die "Zivil-Ehe" bleibt ja auch in Deutschland nur Heteros vorbehalten. Kurzum: Auch Deutschland gibt es KEINE gleichgeschlechtliche Ehe, sondern nur die eingetragene Lebenspartnerschaft (die weniger Rechte hat)!!
      FDP + CDU/CSU stimmen ja immer wieder geschlossen dagegen die Zivil-Ehe für Gleichgeschlechtliche zu öffnen. Das kann nur errreicht weren, wenn der Europäische Gerichtshof beschließt, dass es vollkommen unzulässig ist, wenn Gleichgeschlechtliche Paare weniger Rechte haben und ihre Verbindung nicht Ehe nennen dürfen. Dann muss sich auch Deutschland beugen und damit auch die spießigen Christdemokraten. Wir sind sind also gar nicht Fortschrittlicher, als manch andere Länder.
      Eine andere Möglichlichkeit bestände in einem Regierungswechsel. Wenn z.B. SPD+Linke+Grüne sich schon beim letzten Mal zusammengetan hätten, denn wäre die echte gleichgeschlechtliche Ehe schon längst durchgewunken, weil die Rot-Rot-Grüne Regierung viel mehr Plätze hätte. Die Abstimmung ist ja immer nur ganz knapp gescheitert und Anträge diesbezüglich werden ja quasi jedes Jahr gestellt.

      Wenn der Beamte oft genug während der Zeremonie "Lebenspartnerschaft" sagt, fällt es einem immer mehr ins Auge und es ärgert einen, dass es angeblich dasselbe sein soll und dann so eine doofe Bezeichnung trägt. Es unterstreicht immer, dass eben doch nicht vollkommen gleichgestellt ist- mit anderen Worten, dass sie anders sind. Schon ein bischen Mogelpackung. Aber ich nehme mal stark an, dass diese Form von Errungenschaft, überhaupt heiraten zu dürfen, trotzdem irgendwie geschätzt wird, auch wenn sie nicht perfekt ist. Diverse Makel könnte man ja auch nach und nach noch durch Hartnäckigkeit aus der Welt schaffen...

      Aber ich sags mal so: Sollte mich das Schicksal verleiten, dass ich mir in den Kopf setze in schwerverliebtem Zustand eine Frau heiraten zu wollen, statt einen Mann, würde es mir hemmungslos die Romantik versauen, wenn ein Standesbeamter immerzu von Lebenspartnerschaft redet. Es stört. Schon fast ein Grund, es nicht zu machen, seidenn es ist einem wichtg, dass der Partner versorgt ist, wenn einem was zustößt oder im Alter abgesichert ist ect.pp Beim Heiraten geht es ja nicht nur um Romantik und um ein Zeichen zu setzen, dass man zusammengehört.

      Grüße, IM
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      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von Zaubernuss ()

    • Zaubernuss schrieb:

      seidenn es ist einem wichtg, dass der Partner versorgt ist, wenn einem was zustößt oder im Alter abgesichert ist ect.pp Beim Heiraten geht es ja nicht nur um Romantik und um ein Zeichen zu setzen, dass man zusammengehört.
      Das ist auch bei vielen Heteropaaren so. Es ist eine Absicherung und hier in Deutschland eben auch eine andere steuerliche Veranlagung.

      Wobei ich bei der steuerlichen Entlastung es noch etwas anders sehe. Warum sollen Paare Hetero oder Homo, gleich steuerlich begünstigt werden, gegenüber Singles oder nichtverehelichte Paare. Das könnten sie bei uns in Deutschland anders regeln, indem dies herausgenommen wird und dafür das Kindergeld erhöhrt wird und vielleicht jedes Paar noch ein staatlicher Zuschuß für die Erstausstattung bekommt.

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    • Eilmeldung:

      Beim Referendum in Irland zur Änderung der Verfassung deutet sich eine klare Mehrheit für die Ehe von Homosexuellen an. zeit.de/politik/ausland/2015-05/irland-homo-ehe-referendum

      Na, das ist doch mal eine gute Nachricht!

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    • Ich würde mich nicht zu früh freuen. Viele, die dagegen sind, haben sich aus der öffentlichen Diskussion herausgehalten und die haben ja erst heute morgen mit der Auszählung angefangen. Es könnte genauso gut Zufall sein, dass bisher eher positive Ergebnisse gezählt wurden, weil das sicherlich nach Regionen geordnet wurde.

      Ich kann dir sagen, warum Ehen einen steuerlichen Anreiz haben: Weil man möchte, dass die Familie einen besonderen Schutz genießt und Menschen in geordenten Verhältnissen leben, die eindeutig sind. Ein "Lotterleben" mit vielen schnell wechselnden Beziehungen gilt nunmal als unchristlich. Aber Christentum ist nunmal Staatsreligion.

      "Homo-Ehe" finden ich übrigens einen sehr unschönen Begriff. Da klingt sowas negatives mit, weil "Homo" von sehr vielen dummen Menschen als Schimpfwort benutzt wird. Gleichgeschlechtliche Ehe finde ich besser, auch wenns so lang ist. Vielleicht werden wir es als alte Greise erleben, dass es nur noch "die eine Ehe" gibt, ohne das eine Geschlechtsspezifizierung vorangestellt ist...

      LG, IM
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    • Zaubernuss, dass die steuerliche Begünstigung ein "Familienanreiz" sein soll, weiß ich auch. Aber ich finde es besser, dass die Paare, die dann auch tatsächlich später Kinder großziehen, dann den steuerlichen Vorteil haben sollen und nicht, weil sie geheiratet haben. Es gibt genügend Heteropaare, die keine Kinder haben und auch nicht vorhaben, sie zu bekommen, aber den steuerlichen Vorteil mitnehmen.

      Ich persönlich habe Homo und Hetero nur in der Unterscheidung genutzt und verwende Homosexualität nicht als Schimpfwort. Sicherlich wird es in der offiziellen Version dann gleichgeschlechtliche Ehe heißen.

      Und beim Referendum in Irland wurde nun endgültig eine Trennung zwischen Religion und Staat vollzogen, wenn das "Ja" auch am Schluß bleibt. Sie haben gezeigt, dass die Menschen in einem überwiegend katholisches Land tatsächlich sich von der Relgion nichts mehr diktieren lassen wollen.

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    • Aber "Familie" beudetet ja nicht automatisch Mama+Papa+Kind. Das würde Paare benachteiligen (und beleidigen), die unfreiwillig kinderlos geblieben sind. Außerdem gibt es ja noch Paare, bei denen der eine gern welche möchte und der andere nicht. Wie willst du denn einem Paar beweisem, dass es nie vorhatte Kinder in die Welt zu setzen? Und es bleibt die Frage: ist eine Familie aus 2 Leuten weniger wert, als aus 2+ ??? Was ist denn alles Familie? Zählen auch Tiere dazu? Zählt auch das Patenkind dazu oder die Nichte/Neffe, Schwiegereltern, Großeltern??? Wenn man heiratet, kommen ja unweigerlich neue Verwandte dazu, auch wenn man in der Regel mit denen nicht blutsverwand ist.

      Liebe Heike, ich habe dir nicht unterstellt, dass du den Begriff selbst als Schimpfwort siehst oder benutzt. Leider tun das sehr viele andere Leute, die mit diesem Konzept der Sexualität und Lebensgestaltung ein Problem haben. Es war nur eine Feststellung, wie ich persönlich den Beggriff empfinde, was nur meine Person wiederspiegelt, aber nicht die Meinung oder Empfindung anderer. Du bist da sehr mordern eingestellt und siehst alles sehr locker. Viele stehen aber noch hinter den Zeichen der Zeit.

      LG, IM
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    • Also Familie bedeutet Eltern und mind. 1 Kind. Ansonsten ist es eine einfache Partnerschaft bzw. Beziehung.

      Und ich finde es nicht beleidigend, wenn generell Ehen ansich keine steuerlichen Vorteile erhalten. Es ist eher gerecht, gegenüber jenen, die als Single leben oder auch als Gemeinschaft ohne Trauschein. Womit soll der steuerliche Vorteil begründet sein, der NUR aus einer Ehe hervorgehen soll?

      Für mich ist er dann begründet, wenn sich Eltern, ob gleichgeschlechtlich oder verschiedengeschlechtlich, tatsächlich ein oder mehrere Kinder großziehen. Ob dies eigene Kinder sind oder adoptierte, spielt dabei keine Rolle. Ohne Kinder, ob gewollt oder ungewollt kinderlos einen Steuervorteil zu haben, gegenüber den anderen Lebensgemeinschaften oder Singles, finde ich ungerecht.

      "Wenn unser Leben die Summe unserer Entscheidungen ist, dann können wir nicht ändern wer wir jetzt sind, ABER mit jeder Entscheidung die wir JETZT treffen, können wir bestimmen wer wir sein WERDEN." (Verfasser unbekannt)

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    • Das sehe ich anders. Als alter Lateiner weis ich, dass "Familie" aus dem lateinischen "familia" abgeleitet ist, was eigentlich Hausgemeinschaft bedeutet. Demnach ist eine Familie eine engere Verwandschaftsgruppe.
      Man kann auch so argumentieren: Wenn ein paar (kinderlos) mit seinen oder ihren Eltern in einem Hause lebt oder eng beeinander und es deshalb z.B. ermöglicht wird, dass die eine Generations sich um die andere kümmert (sodass sie z.B. nicht in ein Pflegeheim muss), dann ist das auch ein Familienzusammenschluss (und auch hier sorgen die Kinder für die Eltern, nur das die Kinder, dann schon große Kinder sind). Die sind sicher froh, dass sie steuerlich erleichtert sind, weil sie ihre Angehörigen versorgen. Ist natrülich gemein gegenüber jenen, die ihre Eltern pflegen, ohen selbst verheirartet zu sein, aber es ging mir ja jetzt darum, was alles Familie ist. Wer nicht heiraten wil, trotzdme aber steuerliche Vorteile haben will, kann ja seine Lebenspartnerschaft eintragen lassen.

      Oder Beispiel:
      Hätte ich meinen Eltern gesagt, wie sich die Dinge verhalten und sie hätten sich von mir abgewandt und ich wäre später mit einer Frau zusammengekommen, wir hätten "geheiratet" und wir wären zusammengezogen und die Frau hätte in das Haus/Mietswohnung ihren gebrechlichen verwitweten Vater mitgrbacht, der teilweise gepflegt werden muss und den erwachsenen Bruder, der noch studiert, wären wir dann keine Familie???

      Beispiel 2:
      Mein Vater ist tot, meine Mutter nur noch physisch auf Erden, es gibt sonst nur noch meinen monitär-fixierten Bruder, der weit weg wohnt, mit dem ich nicht mehr besonders gut kann und wir uns höchstens 1 mal im Jahr sehen. Das ist quasi meine ganze engere Familie. Auch zu anderen habe ich kaum oder gar keinen Kontakt. Verdient das die Bezeichnung Familie???


      Man sieht, man kann sich darum streiten. Aber wir kommen vom Thema ab. Sorry.

      LG, IM
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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Zaubernuss ()

    • Das ERGEBNIS steht fest

      Herzlichen Glückwunsch!!! :goodjob:

      Der Ausgang der Wahl scheint festzustehen:

      Die Iren haben ein eindeutiges Votum abgegegen.
      Das mitunter erzkatholische Irland wird das erste Land in Europa sein, in dem es eine Ehe unter Gleigeschlechtlichen geben wird!!!

      LG, IM
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    • Heike schrieb:

      Also Familie bedeutet Eltern und mind. 1 Kind. Ansonsten ist es eine einfache Partnerschaft bzw. Beziehung.

      Und ich finde es nicht beleidigend, wenn generell Ehen ansich keine steuerlichen Vorteile erhalten. Es ist eher gerecht, gegenüber jenen, die als Single leben oder auch als Gemeinschaft ohne Trauschein. Womit soll der steuerliche Vorteil begründet sein, der NUR aus einer Ehe hervorgehen soll?

      Für mich ist er dann begründet, wenn sich Eltern, ob gleichgeschlechtlich oder verschiedengeschlechtlich, tatsächlich ein oder mehrere Kinder großziehen. Ob dies eigene Kinder sind oder adoptierte, spielt dabei keine Rolle. Ohne Kinder, ob gewollt oder ungewollt kinderlos einen Steuervorteil zu haben, gegenüber den anderen Lebensgemeinschaften oder Singles, finde ich ungerecht.

      Hallo Ihrs,

      Irland (84,2%) ist ähnlich erzkatholisch wie Polen (87%) , das Referendum kommt
      einem politisch-gesellschaftlichen Erdbeben gleich, das birgt viel zukünftiges
      Konfliktpotential (Ghettobildung). Ich hab die ultrabrutalen Konflikte in Belfast etc.
      noch sehr genau auf dem Schirm. :(
      So sehr ich auch für Toleranz (!!) und persönliche Freiheit bin, sehe ich diesem
      ganzen Steuer-Irrsinn / Gleichstellung mit bitterer Ironie zu. Dazu habe ich eine sehr
      differenzierte Meinung, die hier sicher nicht nur auf Gegenliebe stossen dürfte, das
      würde auch zu weit führen.

      Als Familienvater mit 3 Kindern, w bald 20, m 23, m bald 33, kann ich die Situation(en)
      von Familien ziemlich gut beschreiben: Dtland ist Kinder-, Familien- und Alten (menschen)
      feindlich. ! Punkt, Ausrufungszeichen. Das wird auch immer wieder vom Bundesverfassungs-
      gericht angemahnt, die Politik bleibt seit Jahren untätig. "Es ist einfach total ungerecht",
      seufzte gestern der ältere Finanzbeamte, der uns 39€ Steuerrückzahlung bescheinigte. :(
      Die Pflegehilfe (mit Pflegetagebuch !) der dementen und schwerstbehinderten Schwieger-
      mutter wird seit Jahren mit keinem Cent Steuern gefördert, erst ab Pflegestufe 3. :(
      Und unsere Blagen sind mit dem lütten Kindergeld und dem Steuerfreibetrag abgegolten,
      viele Entscheidungsträger haben ja gar keine Kinder oder können sich Erzieher leisten,
      die tatsächliche Situation der Normalo-Familien ist unseren BundesFratzen doch gar nicht
      mehr bewusst.

      Wären Frau und ich (oder Frau/Frau, Mann/Mann) Doppelverdiener, mit staatlicher Förderung,
      könnten wir investieren (zB. Eigentumswohnung kaufen und vermieten) und uns einen grossen
      Batzen Steuern wieder holen. Und 2x im Jahr Fernurlaub säße auch noch drin, von Feuerland
      bis Bali würden wir dann die Karten in die Firma schicken, wie es meine kinderlosen, steuerver-
      heirateten Kollegen taten. Uns blieb am Anfang nur der Zelturlaub an der Weser mit 3 Kindern
      und Steuern hatten wir dann tatsächlich auch noch mehr gezahlt, Verbrauchssteuern sowieso. :(

      Da läuft was falsch im Staate Dt.land und Europa, so sterben wir Pifkes tatsächlich bald aus, aber
      vielleicht hat das auch was Gutes und soll so sein ? :)

      Natürlich befürworte ich gleichgeschlechtliche Partnerschaften, jeder soll nach seiner Facon
      glücklich werden, aber hat das zwingend etwas mit Ehe und Familie zu tuen ? Ich habe Jahr-
      zehnte in der Subkultur gelebt, hatte schwule, lesbische Freunde. Aber bei mancher Partner-
      schaft sah ich nur das Nachäffen von Hetero-Ehe-Strukturen incl. Macho und Weibchenverhalten,
      das empfinde ich dann eher lächerlich. Und so manche ehemalige "Kampf-Lesbe" ist heute
      Lehrerin, SozPäd., Gesundheitsstadträtin, mit Mann und Kind .. :)

      Wäre ich noch einmal 18, würde ich mich sterilisieren lassen und durch die Gegend knattern,
      hätte dann auch durchaus mal ein Mann zum Testen dabei sein können (?), obwohl ich nicht
      schwul bin. Aber ich sehe das auch alles eher entspannt, der ganze Gender-Schwachsinn geht
      mir völligst gegen den Zwirn.
      lgw
    • Ehe deshalb, weil man mit ihr auch sehr spezielle Rechte hat. Nur verheiratet darf man genetisch nicht-verwandte Kinder adoptieren. Dann brauchen sie auch die besonderen Vorzüge, die auch sonst in einer Familie mit Kind zu Gute kommen (auch wenn sie zu mager sind).
      Kannst du nicht verstehen, dass auch in gleichgeschlechtlichen Beziehungen will, dass man sich ganz fest zueinander bekennt und man auch möchte, dass der andere gut versorgt ist. Außerdem darf der Ehepartner über den anderen entscheiden, was im Falle der Krankheit und und er seinen Willen nicht (mehr) äußern kann. Soll das stattdessen lieber die Mutter oder der Vater machen, der sich von seinem Kind abgewendet hat, als er bekannt gab, homo- oder bisexuell zu sein??? (Ein einziger Ausweg wäre nur eine Patientenverfügung, aber Verwandte ersten Grades könnten gegen den Inhalt auch klagen, wenn sie dem Bevollmächtigten das Leben schwer machen wollen).
      Es geht auch um so viele andere Dinge. Eine Ehe ist schon eine sehr umfangreiche Sache.
      Ach verflucht, ich muss jetzt doch los. Oh HASSE einkaufen vorm Feiertag. Ich drück mich schon seit heute morgen davor...

      LG, IM
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    • Liebes Nüssli,

      natürlich kann ich das verstehen, und die entsprechenden Rechte sollen auch
      gewährt werden ! Vielleicht ist es mein exkonservativer, sogar restkatholischer
      Background als verheirateter Familienvater, der sich innerlich irgendwie "ver-
      arscht" vorkommt. Oder mein Leben in der Subkultur ? Zum Schluß war ich der
      einzige Hetero in der ehemaligen (super) Kreuzberger Hausgemeinschaft, ich
      könnte Dir Stunden darüber erzählen. Härtere Ausgrenzung, auch untereinander,
      habe ich niemals wieder erlebt ..schüttel..gruselig..
      Höhepunkt war eine völlig gestörte Lesbe, die dort eine 1-Zimmerwohnung als
      Liebesnest für sich und ihre Therapeutin eingerichtet hatte, oder die beiden
      Kampf-Lesben samt abendlichen Fruchtbarkeitstänzen, die mir ständig die Polizei
      auf den Hals hetzten, um das Haus rein "homo" zu machen ... usw.
      Wären doch mal (grundsätzlich) Randgruppen so tolerant, wie sie selbst immer
      einfordern, das meine ich allgemein !

      Letztens traf ich bei der Krankenkasse einen EX-Lehrer, mit dem ich ein Jahr im
      Museum gearbeitet habe. Er meldete sich neu an, da er grad ganz frisch von
      seinem Mann geschieden war :) , wir haben uns lange ziemlich belustigt über
      (unsere) Ehen/ Lebensgemeinschaften unterhalten. Ich bin da also alles andere
      als blauäugig, habe an mancher (homosex.) "Hochzeit" teilgenommen, in Berlin
      schon. Und deshalb weiss ich auch um die "Fluktuation", keine Lebensgemein-
      schaft hat gehalten ! Frankreich hat die "Ehe light" eingeführt, vielleicht ist das
      eine zukünftige Möglichkeit ? Ich weiss es wirklich nicht.
      Für mich/ uns gilt das Eheversprechen, "bis das der Tod Euch scheidet", da ver-
      stehe ich wenig Spass. Und das ist etwas ganz anderes, als "Lebensabschnitts-
      partnerschaft".
      Superschwieriges Thema, ich möchte da auch nicht als "konservativ" erscheinen,
      was ich ja auch nicht bin.
      Vermutlich ist mein Groll gegen die europ. (dt.) Politik so gross, weil sie uns
      Familien so im Stich gelassen haben, jeder Panzer, jede Drohne blabla war
      wichtiger .. :( Soll ich mal was zu kaputten Schulen, Kindergärten, Spiel-
      plätzen, geschlossenen Jugendzentren, Bädern, Sportzentren, entlassenen
      Pädagogen ... und und und .. erzählen ?

      Einkaufen vorm Feiertag ist genauso tödlich wie Geschenke kaufen kurz vor
      Weihnachten, Gruselprogramm, tue ich mir nicht mehr an .. :)

      Wünsch Dir / Euch ein schönes WE,
      lgw

      Nachtrag: Oben genannter schwuler Lehrer wurde vom kirchlichen Träger
      gekündigt, Vorwände gibt es immer, Riesensauerei, so etwas ! Ich liebe
      diesen bunten Vogel, wir hatten immer viel Spaß miteinander. Nebenbei
      hat er bei Vaddern damals Abi gemacht. :)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Wendelin ()

    • Also Wendelin, ehrlich mal, was ziehst du denn als Deutscher nach Kreuzberg? Dazu muss man verrückt und lebensmüde oder schlecht situierter Studi sein!
      Damals war doch der Prenzelberg auch schon in. Aber heute leben da alles junge Familien. Das sind die, die nach dem Studium dort "hängengeblieben" sind.

      Ich kenne beides. Manche Homosexuelle, die ich kenne rennen von einer Beziehung in die andere. Andere wiederum finden erst gar nichts passendes für längere Zeit...
      Diejenigen, die weder extrem sind, noch ständig andere Partner haben, sind übrigens die, welche ihre sexuelle Orientierung nicht wie ein Aushängeschild vor sich her tragen. Eine meiner besten Freundinnen zum Bleistift. Oder der Neurochirurg, der jahrelang meine Ma behandelt hat. Mir kommt es bei manchen (jüngeren) so vor, dass sie es deshalb so nach außen tragen und so extem sind, weil es ihnen wichtig ist sich zu unterscheiden. Wie junge Erwachsene, die plötzlich Vegetarier sind, um sich von ihren Eltern zu separieren und Autonomie, sowie Anderssein zu demonstrieren. Eigentlich eher gegenteilig etwas unreifes Verhalten. Ich kenne einfach zu viele Homosexuelle, die da einen langen Reifungsprozess durchlaufen haben, sie sind so anders. Sie leben einfach vollkommen unbehelligt ihr Leben, frei von Extremen. Da ist es einfach normal so zu sein. Und wenn sie Lust haben, dann geben sie das wem preis, ansonsten sind sie einfach der nette Typ/ oder die angenehme Bekannte von nebenan.

      LG, Nüssli
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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Zaubernuss ()

    • Ich möchte hierzu nur ein Kommentar geben.
      Es ist immer fast unglaublich, wenn eine "Mehrheit"
      sich dafür einsetzt, daß eine "Minderheit" NICHT diskriminiert wird.
      Wer wirklich was kapiert hat, weiß genau, daß niemand in Wirklichkeit nicht irgendeiner "Minderheit" angehört, der nicht
      von heute auf morgen Rechte genommen werden können. Niemand.
      Vergleichbar: MänneR stimmen ab darüber, ob Frauen auch "stimmberechtigt" in Wahlen sind.

      Für die Psychiatrie bedeutet indirekt das Ergebnis jedenfalls sicher Fortschritt.