Schilddrüsenhormone als Augmentationstherapie bei rapid cycling - psmmg (und Bipolare, die es probiert haben)

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    • Schilddrüsenhormone als Augmentationstherapie bei rapid cycling - psmmg (und Bipolare, die es probiert haben)

      Mal wieder eine Fachfrage:

      Es gibt wohl Berichte/Studien, dass insbesondere Patienten mit rapid cycling von einer Augmentationstherapie mit Schilddrüsenhormonen profitieren können, wenn bestimmte Rahmenbedingugen gegebn sind.

      Weis jemand etwas konkreteres darüber? Ich habe das mal ausprobiert (allerdings mit 50 Mikrogramm) und war begeistert, wie viel besser ich mich gefühlt habe, weil ich ansonsten immer mit dieser Art "Fatique" zu kämpfen habe (ich heul euch ja schon ewig deswegen die Ohren hier voll) und mich quasi von einer Medikamenteneinnahme zur anderen meiner Dauermedis hangeln, aber trotzdem zwischendurch immer wieder diese Einbrüche habe. Leider entwickelte ich Schlafprobleme, aber 50 Mikrogramm sind vielleicht einfach zu viel gewesen?...wer weis... Aber ich gebe zu, ich würde es nochmal probieren wollen, insofern möglich. Aber ich würde eben gern trotzdem etwas genaueres darüber wissen, sonst kann ich mir den Termin beim Nuklearmediziner sparen. Ist man eigentlich bei der Konstellation Bipolar + Hashimoto und Augementationsversuch bei einem Endokrinologen besser aufgehoben??? Ich mag meinen Nuklearmediziner sehr und er macht sich viele Gedanken, um seine Patienten und ruft einen auch schon mal zu Hause an, wenn er das für nötig hält, aber ich weis nicht recht, so richtig gehört das ja nicht in sein Fachgebiet. Es ist schon sehr speziell...

      Man kann den Augmentationsversuch logischerweise nur machen, wenn man mit den eigenen Schilddrüsenwerten (ohne künstliches T4) im unteren Normalbereich liegt. Tja, was zählt denn noch alles zum "unteren" Bereich?? Oder anders gefragt: Was ist denn vertretbar als Ausgangswert zum Ausprobieren???
      Warum muss der Anti-TPO erhöht sein? Weil nur Patienten davon profitieren, die eigentlich eine Schilddrüsenerkrankung haben, auch wenn sie vom TSH, T3 & T4 noch im Normalbereich liegen? Das gibt es ja. Ich hab ja auch einen Anti-TPO von 600 und trotzdem (im Moment) gute Schülddrüsenwerte...

      Wenn man Probleme bekommt mit dem Schlafen oder Nervosität, gibt es keinen Trick, der das minimieren kann? Sowas, wie, Einnahme gleich morgens um 6 oder so? (Damit die Zeitspanne bis zum Schlafengehen maximal groß ist?)

      LG, Nüssli
      Was tun nach dem Absturz?
      Aufstehen. Krönchen richten. Würdevollen Schrittes weitergehen.
    • Eine Psychotherapie vermag wenig auszurichten gegen diese Art von Erschöpfung. Ich will und kann auch keine zig Jahre auf eine Verbesserung warten. Davon mal abgesehen muss man erstmal einen Therapieplatz haben.
      Außerdem geht es hierbei darum, dass rapid cycling runterzufahren. Das kann man auch nicht mit Quatschen. Letzteres kann höchstens Schaden minimieren. Ich will keine Schadensminimieren und sich irgendwie ständig durchmogeln, sondern, dass es überhaupt zu weniger dieser Situationen kommt. Warum darüber reden, wenns schon da ist, wenn ich es im Vorfeld verhindern kann.

      Diese Art von Diskussion wollte ich gar nicht führen. Deswegen war der Thread an Leute gewandt (siehe Titel), die aus eigener Erfahrung dazu wirklich was sagen können.

      Ich selbst habe es ja schon ausprobiert- aber ich fürchte in der falschen Dosierung o.Ä. Es ist erstaunlich, wie viel energiegeladener man sich fühlen kann und das nicht nur für eins, zwei Stunden, wie bei meinen derzeitigen Medikamenten. Für mich ist es unglaublich, dass man aufstehen kann und es geht einem gut und man muss sich nicht erst zu was zwingen oder dieses "Loch" in das ich immer 2 Stunden nach dem Frühstück oder der Medkamenten einnahme falle. Das zeigt ja nur, dass da vollkommen künstlich was gepusht wird. Modafinil ist halt ein Psychostimulanz...Lamotrigin wirkt bei mir auch nicht anders.

      Grüße, Nüssli
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    • Zaubernuss schrieb:

      Eine Psychotherapie vermag wenig auszurichten gegen diese Art von Erschöpfung. Ich will und kann auch keine zig Jahre auf eine Verbesserung warten. Davon mal abgesehen muss man erstmal einen Therapieplatz haben.
      Sagt fast jeder langjährige "Drogenabhängige", legale Drogen
      oder illegale Drogen ist dabei fast egal.

      Niemand spricht Dir Wissen oder Empathie ab, auch nicht die
      Fähigkeit, später mal als richtig gute Therapeutin tätig zu
      werden !

      Dein "blinder Fleck" liegt in Dir selbst, es geht nur um Deine
      eigene Bereitschaft, langfristig etwas verändern zu wollen
      und auch eigentlich zu können, Du willst die wirklich (?) ,
      die Veränderung ? Eigentlich wolltest Du mit allem durch sein,
      nur die Scheiss-Biochemie macht nicht mit ... Als meine hoch-
      verehrte Hausärztin (!) ihren Dr.med hatte, stellte sie entsetzt
      fest, dass sie in den Wechseljahren ist, nix Baby, das wars ..

      Bitte verzeih mir meinen sarkastischen Tenor, aber manchmal
      klingt es nach "Prinzessin", es sei Dir gegönnt, nur die Welt ist
      nicht so , leider .. :traurig:
      lgw
    • Wieso denn bitte "Prinzessin"? Manchmal kannst du wirkich verletzende Sachen sagen.

      Ich mach doch keine ewig-lange Psychotherapie, um eine organische Ursache bekämpfen. Das ist schlichtweg bescheuert!
      Du scheinst es nicht zu vestehen, ich bin immer ein Wanderer auf der Kante des Abgrunds, ich habe womöglich einfach nicht die Zeit für eine Besserung auf dem von dir vorgeschlagenem Weg, wie man letzens gesehen hat. Umso schneller die Lösung des Problems gefunden werden kann, desto besser ist das. Davon mal abgesehen, dass ich es für nicht für möglich halte, dass Fatique wegdiskutieren kann. Jedenfalls nicht bei bestimmten Konstellationen.
      Du versuchst mir deine Anti-Medikamenten-Haltung aufzudrücken, aber ich bin eben anders. Wenn die Nutzen-Risiko-Abwägung positiv ausfällt, dann probier ich schon mal was anderes. Da hab ich kein Problem mit. Man kann mit Psychotherapie nicht alle Probleme aus der Welt schaffen und das sag ich als jemand, der selbst Psychologie studiert- aber ich bin eben durch mein Humanbiologiestudium sehr naturwissenschaftlich angehaucht.

      Egal, wie gesagt, ich wollte einen Erfahrungsausatusch und nicht angegriffen werden und rechtfertigen müssen.
      Was tun nach dem Absturz?
      Aufstehen. Krönchen richten. Würdevollen Schrittes weitergehen.
    • Hallo Zaubernuss,

      ich würde mal ganz spontan als Laie sagen, dass ein Endokrinologe dir wohl eher sagen kann, wie hoch die Schilddrüsenhormone sein müssen. Selbst rumprobieren, ohne die Schilddrüsenwerte genau zu kennen, ist wohl schwierig. Eine Tochter einer Bekannten hat Hashimoto und ist auch beim Endokrinologen. Wenn die Werte nicht stimmen sind auch dort Stimmungsschwankungen zu erkennen.

      Zum Thema Medikamente und Therapie: Selbst wenn man Medikamente nimmt, ist Therapie ebenso wichtig und nützlich, meine Erfahrung. Ich habe viel dadurch gelernt und mitnehmen können. Aber mein Lernprozess ist noch längst nicht abgeschlossen. Das ich eine "realtive" Stabilität habe (kleinere bis mittlere Schwankungen sind aber noch vorhanden), davon bin ich überzeugt, liegt auch an dem, was ich in meinem Denken und Handeln verändert habe, selbst wenn ich manchmal wieder einen Abstecher auf alten ausgetrampelten Pfaden mache. Eingefahrene Muster lassen sich halt nicht so schnell verändern. ;)

      Viele Grüße Heike

      "Wenn unser Leben die Summe unserer Entscheidungen ist, dann können wir nicht ändern wer wir jetzt sind, ABER mit jeder Entscheidung die wir JETZT treffen, können wir bestimmen wer wir sein WERDEN." (Verfasser unbekannt)

      systemdenker.mainchat.net/
    • Klar ist ein Endokrinologie DER Fachmann für die Hormone. Auf der anderen Seite duerfte jeder Hausarzt ein Blutbild wg. der Schilddruese auswerten können, kann man eigentlich sogar selbst, die Sollwerte stehen ja direkt dahinter. Ansonsten finde ich es grundsätzlich aber richtig, zunächst mal Ausschluss-Diagnostik zu treiben, bevor man im Hirn-Stoffwechsel herummanscht. Aber ich gehe mal davon aus, dass das geschehen ist.

      Was das Ketamin angeht, war das eine völlig andere Sache. Es ging mir nach einer kleinen OP (unter Ketamin) richtig saugut und ich wusste nicht weshalb, erst dann habe ich genau deshalb nachgeforscht und bin auf die von mir hier bekannt gemachten Studien gestossen. Auf angebliche Studien alleine gebe ich dagegen gar nichts, vor allem nicht im psychiatrischen Bereich. Es ist mir dabei restlos gleichgueltig, was irgendein ignoranter Psychofutzi von Ketamin haelt, er befasst sich als Marionette der Industrie damit gar nicht.

      Das Ergebnis bei Studien wird immer das sein, dass der Auftraggeber einfordert, also beauftragt hat. Ich erinnere hier nur an die Diskussion um die Herpes-Viren, so einen gequirlten Unsinn kann auch nur ein durchgeknallter Psycho-Dr. ungestraft verzapfen. Das gute an der Branche ist ja, dass nix nachprüfbar ist...
    • Danke Heike ^^


      Zaubernuss schrieb:

      Wieso denn bitte "Prinzessin"? Manchmal kannst du wirkich verletzende Sachen sagen.

      Ich mach doch keine ewig-lange Psychotherapie, um eine organische Ursache bekämpfen. Das ist schlichtweg bescheuert!
      Du scheinst es nicht zu vestehen, ich bin immer ein Wanderer auf der Kante des Abgrunds, ich habe womöglich einfach nicht die Zeit für eine Besserung auf dem von dir vorgeschlagenem Weg, wie man letzens gesehen hat. Umso schneller die Lösung des Problems gefunden werden kann, desto besser ist das. Davon mal abgesehen, dass ich es für nicht für möglich halte, dass Fatique wegdiskutieren kann. Jedenfalls nicht bei bestimmten Konstellationen.
      Du versuchst mir deine Anti-Medikamenten-Haltung aufzudrücken, aber ich bin eben anders. Wenn die Nutzen-Risiko-Abwägung positiv ausfällt, dann probier ich schon mal was anderes. Da hab ich kein Problem mit. Man kann mit Psychotherapie nicht alle Probleme aus der Welt schaffen und das sag ich als jemand, der selbst Psychologie studiert- aber ich bin eben durch mein Humanbiologiestudium sehr naturwissenschaftlich angehaucht.

      Egal, wie gesagt, ich wollte einen Erfahrungsausatusch und nicht angegriffen werden und rechtfertigen müssen.
      Ich gebs auf, grundsätzlich, ich mag nicht nur mit Zuckerwasser rumplempern :!:


      Zaubernuss schrieb:

      Du versuchst mir deine Anti-Medikamenten-Haltung aufzudrücken, aber ich bin eben anders.
      Nichts läge mir ferner, allerdings bin ich ziemlich kritisch und neugierig,
      manchmal soll es geholfen haben. :zungezeig: Niemand wollte Dich "angreifen"
      und rechtfertigen mußt Du Dich definitiv auch nicht !

      "Da ist was kaputt in meiner Birne, deshalb brauche ich bestimmte Additive,
      damit der VW-Motor wieder runder läuft", habe ich zu oft in der Auseinander-
      setzung mit anderen Bipos gehört/ gelesen in den letzten Jahren.
      Was glaubst Du, wie oft ich Kontroll CTs wegen der Schilddrüse hatte ? Vor
      meiner Verrentung habe ich sicherlich knapp 20 mal in diversen "Röhren"
      gelegen, denn erst einmal wird nach "greifbaren" Diagnosen gesucht.

      Bis auf Weiteres sag ich dann mal "Tschüss", ich habe genug eigene Baustellen,
      die angegangen werden wollen.

      Man sieht sich in der Zukunft am gleichen Ort :D

      Wünsch Euch was Liebes,
      lgw
    • Hi @all

      Ich kenne meine Schilddrüsenwerte sehr genau. Meine zuletzt gemessenen Werte sind gerade erst eine Woche alt. Ich lasse das sehr regelmäßig überprüfen.

      Ja ein Endokrinologe kennt sich gut mit Schilddrüse aus, aber nicht mit Bipolarer Störung. Ich habe meinen behandelnden Arzt gefragt wegen der Augmentationstherapie. Sagt er, ist schwieirg, PSychiatrie ist ja nicht sein Fachgebiet und kenne die entsprechenden Studien dazu nicht ect.pp. So schiebt es der eine zum anderen.

      Hausärzte können Schilddrüsenwerte nicht übermäßig gut interpretieren, das ist ein Irrtum. Häufig wird aus kostengründen ohnehin nur der nackte TSH angefordert. Bei mir sieht man den Hashimoto phasenweise nur am Anti-TPO und in der Szinti. Der TSH crasht zwar schon mal, aber meistens habe ich trotz allem Werte, die im Referenzbereich legen. Nur auf Referenzwerte gucken ist absolut nicht ausreichend! Das kann nicht jeder interpretieren, schon gar kein Laie, den die Konstellationen können sehr komplex sein. Außerdem können Leute selbst mit normalen Werten in der Unterfunktion sein..Genaueres lasse man sich von einem Nuklearmediziner erklären.

      Ich bring es noch mal auf en Punkt: Ich möchte einfach die Phasenhäufigkeit runterfahrenund vor diese Fatique-Sache loswerden. Ich möchte nicht stattdessen PSychotherapie machen, um zu lernen, wie man das Gequält-Fühlen besser ertragen oder sich davon ablenken kann. Sicher kann man mit Psyhotherapie negative Kognitionen ändern, aber ich habe ein ganz anderes Anliegen.

      Lieber bleibe ich unwissend und suche mir wen anders, alsdass ich im deutschen Forum lese...neulich hat mich Google ja dorthin verirrt. Schrecklich. Und da schreiben immer noch viele Dunkle Gestalten, die zum Glück von hier fort sind. Da kann ich drauf verzichten. Ich mag schon die Struktur nicht, wie die Threads aufgebaut sind.

      Grüße, Nüssli
      Was tun nach dem Absturz?
      Aufstehen. Krönchen richten. Würdevollen Schrittes weitergehen.
    • Da fällt mir nur zu ein, mal ein interdisziplinäres Treffen zu organisieren. Nuklearmediziner, Endokrinologe, Hausarzt, Psychiater und Du setzen sich mal an einem Tisch zusammen und klären die Möglichkeiten.

      Viele Grüße Heike

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    • Bei dir bin ich mir nie ganz sicher, Heike! Ist jetzt nicht ernst gemeint, oder? Wie sollen die denn das abrechnen? Vielleicht noch nen Toxikologe und einen mit Raucherstäbchen, um normale Schilddruesenwerte zu bekakeln? Ich habe mich ja kürzlich auch durchchecken lassen, als die meinen Kopf aber auch noch in einen MRT stecken wollten, habe ich gestreikt, weil es überhaupt keine neurologischen Ausfälle gab. Auch meine PKV muss ja nicht jeden Unsinn zahlen, damit sich das Gerät amortisiert.

      Der Facharzt für Hypochondrie ist mehr als ueberfaellig.
    • Dieses mal bin auch ich mir nicht ganz sicher, wie sie das meint, aber ich denke, man kann davon ausgehen, dass es sarakastisch war.
      Alle reden sie immer davon, wie viel interdisziplinärer alles geworden ist und wie gut man jetzt zusammenarbeitet. Ich habe davon bisher nur sehr sehr wenig gemerkt. Ich erwarte ja sows ausgefallenes, wie Heike gechildert hat, gar nicht. Mir würde es reichen, wenn ich nicht immer von a nach b geschoben werde, weil keiner es sich zutraut. Der Psychiater sagt Schilddrüse ist nicht mein Fachgebiet (hat er Recht, spielt in diesem Falle aber trozdem eine Rolle) und sagt, man solle sich an seinen Nuklearmediziner weden. Der wiederum sagt, er kenne sich überhaupt nicht mit Bipolarer Störung aus. Keiner will eine Information rausgeheb, keiner will was ausprobieren. Allseits Ratlosigkeit. Wenn ich es nicht schon unter der Hand ausprobiert hätte, würde es mich nicht so ärgern. Aber das hab ich ja und deswegen weis ich auch, dass es funktioniert, aber das Feintuning scheint hier sehr wichtig zu sein.
      Mich nervt es etwas, dass in diversen Fachbüchern von Augmentationstherapien geschrieben wird, aber mal abgesehen von ein paar ganz alten Geschichten weren die doch praktisch gar nicht genutzt, weil sich da scheinbar keiner ranwagt, seidenn es handelt sich um Omega-Fettsäuren ect., womit man keinen größeren Schaden anrichten kann :huh:

      @ Jannis

      Das bei Patieten mit BS oder Verdacht auf BS ein MRT gemacht wird, ist nicts ungewöhnliches. Es gehört eigentlich zu einer sauberen Diagnostik, dass man erstmal alles körperliche ausschließt, bevor man jemanden Psychopharmaka verschreibt. Selbst Kassenpatienten bekommen ihr MRT zum Ausschluss eines organischen Leidens.

      @ Wendelin

      Der Gold-Standard der Schilddrüsendiagnostik ist die Sonografie! Wenn man einen supekten Befund hat, dann macht man auch mal eine Feinnadelpunktion, obwohl die keine absolute Aussagekraft hat. Das macht nur Sinn, wenn der Befund positiv war. Wenn er negativ war, dann kann das genauso gut bedeuten, dass man es nicht getroffen hat, denn es wird "gefächert" punktiert und ist eben nur ein kleiner Ausschnitt aus dem Gesamten und man kann am kranken Gewebe auch vorbeigepiekst haben.
      Daneben macht man noch gern Szintis wegen der Knotendiagnostik. Bei bestimmten Sachen macht man auch noch ein MRT, aber mit MRT kann man Weichteile auch besser darstellen, als mit CT. Deshalb kommt mir das etwas sehr spanisch vor...Es macht keinen Sinn ein CT von der Schilddrüse zu machen, denn man kann mit CT Weichteile nur ganz schlecht darstellen. Und schon gar nicht setzt mein ein so empfindliches Organ 20 mal sinnlos einer Röntgenstrahlung aus, wenn es keinen begründeten Verdacht gibt. Und das ist keine Klugscheißerei. Ich habe eben, um sicher zu gehen meinen Chef angerufen (wir sind befreundet), der in der Nuklearmedizin arbeitet (und seine Frau, die ich pflege, war Nuklearmedizinerin bis das Aneurysma hochgegangen ist) und es mir noch mal bestätigen lassen, denn es ist schon 3 Jahre her, dass ich nicht mehr in der Klinik arbeite. Um mal endlich zum Punkt zu kommen: Ich mag es einfach nicht, wenn man mir komischen Krams erzählt und denkt, ich merk es nicht.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Zaubernuss ()

    • Ja ja die psychiatrischen Kollegen, über die die anderen Fachärzte so gerne Scherze machen, bis sie a) selbst mal einen brauchen und den sie b) mal eben schnell konsultieren, wenn sie einen Patienten haben, mit dem sie nicht klar kommen. Was glaubst du wohl, wen z.B. diverse diensthabende Internisten der Notaufnahme als erstes anrufen, wenn sie z.B. eine der Damen reinbekommen, die einen Suizidversuch unternommen haben mit irgendwelchen Tablettchen und vollkommen am Rad drehen??? Auch Leute, die etwas "konsumiert" haben, laufen häufig erstmal über die internistische Notaufnahme, vor allem wenn sich ejmand so abgeschossen hat, das es anfangs erst gar nicht erkennbar ist.
      Was glaubst du, wie wird wohl ein Chirurg mit jemanden fertig, der total manisch ist? Nun, es kommt immer wieder vor, dass Leute im manischen Zustand dumme Unfälle haben. Da sind sie mit ihren Verletzungen ertsmal an der richitgen Stelle, aber was den Rest angeht ist das meist unschön, denn Chirurgen finden Patienten, die "rumspinnen" gar nicht witzig und daraus machen sie auch dem Patienten gegenüber kein Geheimnis. Chirurgen sind schon von Leuten ohne psychiatrischer Diagnose schnell genervt, wenn sie beim Nähen zu oft "Aua" sagen.
      Chirurgen könnten sogar in puncto "Unschwätzigkeit" noch die Radiologen schlagen, wenn sie ihre Patienten in Zukunft nur noch in Narkose behandeln würden. Radiologen sind ein sonderbares Völkchen von Ärzten, die sich mit nur 2 Sätzen durch 40 Berufsjahre schummeln können: "Einatmen" und "Nicht atmen". Wenn du auch "weiteratmen" im Wortschatz hast, dann biste schon Internist :) Die wissen auch, wierum man ein Stethoskop hält und wie man feinblasige von grobblasigen und die wiederum von mittelblasigen Lungengeräuschen unterscheidet :biggrin:
      Oh es gibt nur eine Sorte von Ärzten, die sich noch hingebungsvoller der Wirkung vieler lustiger Substanzen wirdmet und das sind Anästhesisten. Die konsumieren aber selber ganz gut und pushen sich auch schon mal, wenn es ihnen nicht gut geht. Aber weiste nicht von mir.
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    • Das wesentliche ist: eine (latente) SD-Unterfunktion (Labor: fT3 und fT4 normal aber TSH erhöht) ist eine häufige Ursache für RC. In diesem Fall würde der "Endokrinologe" alleine noch nicht substituieren, ein guter Psychiater/eine gute Psychiaterin schon, da eine derartige latente SD-Unterfunktion RC geradezu anfeuert; eine manifeste SD-Unterfunktion sowieso.
      Aber bei VÖLLIG normalen SD-Werten ist der Zshg. weniger klar.
      SD-Hormone werden aber gelegentlich als "Augmentationsstrategie" verwendet, wenn AD alleine nicht ausreichend geholfen haben.