die Berichterstattung, Terror, Flüchtlinge und meine Psyche

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    • Ich sehe jetzt gerade erst deinen Beitrag:

      Kein Hunger wird mit Haargel gestillt. Natürlich ist das vollkommener Schwachsinn. Da bin ich ganz auf deiner Seite. Wer sowas als dringlich auf eine Liste setzt, der war noch nie wirklich mit Lebensmitteln knapp. Als ich noch bei der Sschwesternschaft gearbeitet habe (mit anderen Worten beim Roten Kreuz), war die Bezahlung so schlecht und die Arbeit so ausbeuterisch, dass ich oft knapp mit Geld war. Wer schon mal jeden Cent rechnen musste, um sich hungrig, wie ein Wolf zum Supermarkt zu schleifen, um noch eine Packung Brot zu kaufen, um bis zum nächsten Zahltag zu kommen und eine Packung Schokolade zum unerschwinglichen Luxus wird, der weis wie dumm es ist, auf Eitelkeitsprodukten wie Haargel ect. rumzureiten. Letztlich haben sie mir indirekt einen großen Gefallen getan, als sie mich wegen meiner Erkrankung diskreminiert und den Arbeitsvertrag nicht verlängert haben, sonst würde ich heute nicht wesentlich besser verdienen und abgesichert leben. Bei der Schwesternschaft kann man als Student von bezahltem Urlaub, Stundenkonto, Sonderurlaub bei Todesfall und 13. Jahresgehalt usw. nur träumen.

      Sorry, aber man muss auch ein bisschen Bodenhaftung beibehalten und nicht einen auf groß-gönnerisch machen. (Das beziehe ich auf unsere derzeitige politische Haltung)
      Was tun nach dem Absturz?
      Aufstehen. Krönchen richten. Würdevollen Schrittes weitergehen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Zaubernuss ()

    • fragile schrieb:

      Ich mache mir Sorgen -- um uns alle. (noch bevor man mich egozentrisch nennt, ja, ich habe zur Zeit mit massiven Angstzuständen zu kämpfen).
      2004 sagte der Gruppentherapeut in der Reha-Klinik zu uns Folgendes:

      "Überlegen Sie sehr gut, was Sie anderen vorwerfen, es hat sehr viel mit
      Ihrer eigenen Problematik zu tuen ! "

      Es gibt viele vermeintlich "Hochbegabte", die meinen, deshalb im öffentlichen
      Raum den Zensor spielen zu dürfen, es ist nur ihr persönlicher Wahn. Da mir
      das endlich klar geworden ist, tangiert mich das "Faschoschwein" nicht sonder-
      lich mehr, es bleibt nur der Schmerz, mich bewusst verletzen zu wollen.
      lgw
    • Na ja, wenn ich ihm vorwerfen würde, dass er bei der letzten Sitzung sehr rechtsradikal wirkte, hätte ich glaube ich mehrere auf meiner Seite... war eindeutig SEIN PRoblem, nicht meines... er fing an, sich über die Juden aufzuregen, dass sie schuld daran waren, warum der 2. WK ausbrach.... weil sie eben so viel GEld besaßen... ich fand es sehr grenzwertig... antisemitisch einfach...
      "Perhaps this final act was meant, to clinch a lifetime's argument
      That nothing comes from violence and nothing ever could
      For all those born beneath an angry star
      Lest we forget how fragile we are..." (Sting)
    • fragile schrieb:

      Wie gesagt, bin ich auch sehr kritisch und bin deswegen bei einigen Bekannten von mir derzeit noch sooo beliebt.... aber als FAschistenschwein würde ich mich nciht bezeichnen, ich würde z.B. nie behaupten, dass die Muslime im Allgemeinen oder die Flüchtlinge was dafür können, wie jetzt den Terrorismus betreffend in Europa die Lage ist.... Ja, ich gebe zu, ich bin damals nicht zum Westbahnhof gegangen, um zu helfen.... ich hatte einfach keine Kapazität, es ging mir nicht so blendend.... Ich arbeite allerdings mit Menschen mit Migrationshintergrund, ich weiß, wovon ich rede...

      (Konkret war einmal ein Nebensatz von mir Grund fürs "rechte Eck": ich habe mal bei einem FB- Posting der Caritas gefragt, warum Haargel/Haarwachs als "Dringend benötigt" auf den Listen markiert wurden... da kam schon ein Shitstorm mir entgegen...) Aber der Typ in der Thera war schon hardcore...mir kam er stark manisch vor (obwohl er behauptet, an Burnout zu leiden)...

      Hoffentlich ist es OK, dass ich es hier schreibe, normalerweise trage ich die Therapiesachen nie nach außen, aber erstens mache ich es ohne Namen, zweitens ging es um eine starke Verletzung von Grenzen...

      Lass dich nicht runterkriegen, Wendelin!
      Hi fragile,

      danke und nein, ich lasse mich nicht "runterkriegen", denn einen Teil
      halte ich in den eigenen Händen. Über die Jahre bin ich nicht mehr
      so verletzlich für öffentliche Meinungen und Aggressionen, manchmal
      ist es mir schlichtweg egal. :P Allerdings habe ich auch noch nie an
      Facebook/ etc. teilgenommen, das ist nicht meine Welt, viel zu virtuell.

      Meine Ehefrau arbeitet als Lehrerin (2/3 Stellung) seit über 10 Jahren
      überwiegend mit Migranten/Innen. Wenn die Leute gefragt werden,
      warum sie nach Dt.land kommen, heisst es, "hier gibt es das meiste Geld".
      Schon hier versagt das Modell Europa mit seinen "Aussengrenzen" .. , der
      ganze Dublin Vertrag ist ein Hohn, Dt.land mit guter Position, keine Aussen-
      grenzen innerhalb der EU. Das passt doch alles NICHT !!

      Als wir den € bekamen, hiess es, jetzt könnt Ihr ohne Geldtausch reisen.
      Dass eine Familie sich das kaum noch leisten kann, wurde uns nicht gesagt.
      Zum Glück hatten Ehefrau und ich unser Fernweh schon vorher gestillt, ver-
      mutlich war ich insgesamt > 3 Jahre im Ausland, das hat erheblich zu meiner
      Meinungsbildung beigetragen. :zungezeig:

      Wir haben leider so eine "grünsche, political corecctness" im Lande, kaum sagt
      man die eigene Meinung, wird man in die "rechte Ecke" abgedrängt, auch wenn
      man mit diesen Vögeln gar nix am Hute hat. In einem Musikerforum, in dem ich
      schreibe, wurde das sogar richtige böse, Admins mussten das dann klären.

      Tatsache bleibt, dass wir nur absehbare Kapazitäten aufnehmen, sinnvoll verteilen,
      fördern können, wir können es doch mit den eigenen Menschen NICHT (Hartz4 etc. !! )

      CU,
      lgw
    • Ganz ehrlich: Wir erleben hier in Salzburg (weil Grenze zu D und Hauptdurchzugsort, aber auch, in relativen Zahlen, sehr viele nicht nur Durchziehende, sondern auch dableiben wollende Menschen) so etwas wie schon lange nicht mehr (70 Jahre?) und die Psychiatrie, alle Krankenhäuser, sind maximal betroffen,
      wie auch das tägliche Leben.
      Es werden bereits viele Vergleiche zu den 30er Jahren gezogen. Menschen mit "Psychosen" saugen die tagtäglich präsentierten Inhalte geradezu auf.
      Es gibt keine Möglichkeit, weg zu schauen, das können schon "stabile" Menschen nicht, schon gar nicht solche, die genug eigene und andere Probleme mit sich tragen.
      Es gibt aber auch keine Möglichkeit, einfach "nicht zu berichten".
      Ich habe schon - relativ - früh auf das Thema aufmerksam gemacht und die ÖGPP war eine der ersten Organisationen in Österreich überhaupt, die darauf aufmerksam gemacht haben,
      dass man nicht nur wegschauen kann.
      Schwarz/Weiß ist hier - wie IMMER - falsch.
      Und Augen zu heißt schwarz.
    • Hallo psmmg,

      ich erlebe die Flüchtlinge auf meinen Zugfahrten, habe ihnen mit meinen recht einfachen Englischkenntnissen versucht weiter zu helfen, bzgl. Zugausfälle, Schienenersatzverkehr, Kindern aus dem Zug helfen, etc. pp. Auch in meiner kleinen Heimatstadt sind sie anzutreffen und fragen nach den Wegen. Ich sehe durchaus auch ihre Angespanntheit in den Gesichtern, etc pp. Das sie da sind und dass wir uns darauf einstellen, darum geht es nicht.

      Es geht doch auch gar nicht um ein "Nichtberichten". Zwischen "Nichtberichten" und inflationärer Berichterstattung gibt es wohl noch viel dazwischen. Es geht auch nicht um ein "Wegschauen", was gar nicht geht, was du selbst sagst, aber es geht um Abgrenzung und um die eigene "Empfindlichkeit" in Nichtstabilen Phasen.

      Vielleicht mag es so sein, dass jemand, der selbst gerade in seiner Mitte ist, meine Empfindungen oder die der Anderen, als Nichtigkeit ansieht, gegenüber den Problemen der Menschen, die um ihr Leben fürchten müssen. Aber ich fahre zu meiner Arbeit 3,5h eine Fahrt und die selbe Zeit zurück, muss zwei große Bahnhöfe durchqueren, mit Menschenmassen. Dies ist für mich schon auch ohne diese Terrorangst ein schwieriges Unterfangen, wenn ich nicht in meiner Mitte bin, aber zur Zeit kommt diese Angst noch hinzu und behindert mich bzgl. meiner Arbeit.

      Bin ich realtiv stabil kann ich damit souverener umgehen. Aber diese Berichterstattung führt leider nicht dazu, das ich mich sicherer fühle oder einen Umgang mit meinen Ängsten finde, sie befeuert sie einfach nur noch mehr. Klingt vielleicht kindisch, glaube mir bitte, am meisten ärgert es mich selber, dass ich gerade so empfinde.

      Viele Grüße Heike

      PS: Außerdem wird mit dieser Berichterstattung erst Recht ein Klima der Angst aufgebaut, die den Flüchtlingen wohl am wenigsten helfen.

      "Wenn unser Leben die Summe unserer Entscheidungen ist, dann können wir nicht ändern wer wir jetzt sind, ABER mit jeder Entscheidung die wir JETZT treffen, können wir bestimmen wer wir sein WERDEN." (Verfasser unbekannt)

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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Heike ()

    • Ich finde auch, dass du uns irgendwie falsch verstanden hast. Keiner will, dass gar nicht berichtet wird, sondern das WIE und in welchem Umfang kritisieren wir.
      Im Moment erreicht man genau das Gegenteil von dem, was man wollte: Viele Menschen verweigern sich der Berichterstattung. Heute morgen schaltet der Nico das Radio aus beim Frühstückstreffen der SHG (das macht er schon seit Wochen), weil er es nicht ertragen kann. Gestern im Auto der Chef. Auf dem Weg zur Arbeit der Taxifahrer auch schon. In der Klinik musste ich den Fernsehkanal auf Wunsch wechseln, weil meine Patientin nicht nach fieser OP und tierischen Schmerzen auch noch eine Viertelstunde lang nur mit düsteren Meldungen vollgequatscht werden will.
      Die Masse und Art der Berichterstattung führt zu noch mehr Angst und Hoffnungs- und Hilflosigkeit und das in genau DIESEN Tagen. Es wird hier tagsüber nicht mal richtig hell. Selbst jetzt muss ich mitten am Tag Licht einschalten, weil es so düster ist. Und es ist saukalt. Sie richtig ekeliges Herbstwetter.
      Und vor allem haben die Einhemischen die Neuankömmlinge bald über. Wenn man positives melden würde zwischendurch, könnte man auch einen positiven Verstärkungseffekt erreichen. Stattdessen DAS. Den Menschen hier wird hintenrum suggeriert, das das alles mit den Flüchtlingsströmen angefangen hat. Aber das ist ja das fatale. Das Ganze hat seinen Anfang ja schon vor Jahren genommen. Das hier, ist nur die Folge dessen.

      Toll, wenn du das alles so gut wegstecken kannst, dann nur zu. ICH kann das nicht und auch eine Menge Menschen, die es nicht an der Waffel haben, auch nicht. Ich habe gar keine Lust mich anzupassen- ich mache das ohnehin ständig, nur um den Anschein des Normalen zu erwecken. Ich könnt es auch nicht. Ich muss meine Kräfte auf andere Dinge konzentrieren (z.B. das wachsende Ding in meinem Kopf ignorieren und ich kann versichern, da hat man ohnehin schon mehr als genug düstere Gedanken und die ständigen Kopfschmerzen sorgen auch dafür, dass man ihn schon nicht vergisst- wir können ja gerne mal ne Woche tauschen).

      Warum sollen wir uns das entegegen aller Intuition antun? Unser Innerstes läuft Sturm dagegen! Warum sollen wir uns NOCH schlechter fühlen? Sind wir vielleicht Erzeuger dieser inflationären Flut an Meldungen?? Das Problem liegt nicht bei uns. Wir würden uns damit auseinandersetzen, wenn es ERTRÄGLICH wäre. Ist es aber nicht. Die malen alles schwarz. Weiß kommt doch gar nicht mehr vor. Ich hab das so über! Man fordert Hilfe für diese Menschen, letztlich können wir nicht mal unseren winzigen Beitrag leisten, weil wir aus Panik alle Schutzmechanismen hochfahren müssen.

      Es verwundert mich ein bisschen, dass ausgerechnet du das nicht verstehen kannst. Du hast Kontakt zu vielen Leuten mit Macke, wenn jemand weis, dass wir Dinge emotional anders wahrnehmen und verarbeiten, dann du- dachte ich zumindest. Aber ich weis nicht, vielleicht muss man doch selbst etwas verrückt oder wenigstens wetterfühlig sein, um nachvollziehen zu können, wie sehr das runterzieht und das man nicht endlos negative Nachrichten aufsaugen kann, ohne abzustürzen.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Zaubernuss ()

    • Und wie ist es eben gerade mit jenen Menschen, die diese Themen aufsaugen und kaum die Möglichkeit haben, die zu verarbeiten und ggf. dann erst Recht in eine Psychose, Depression, Manie, etc. pp stürzen? Für manche Menschen wird es vielleicht sogar lebensnotwendig sein, die "Augen für eine gewisse Zeit zu schließen" um für sich zu Sorgen, um nicht abzudrehen. Selbst die traumatisierten Flüchtlinge werden diese Möglichkeit angewendet haben und noch immer anwenden, um überhaupt diese Katastrophe überstehen zu können. Und selbst Helfer müssen sich manchmal vom anderen "Leid" abgrenzen können, um ihre Arbeit kompetent durchführen zu können und für jene, die gerade vor einem sitzen oder liegen, dann Hilfe geben zu können.

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    • Wir machen heute eine ähnliche Erfahrung, die die Amerikaner schon einmal gemacht haben: Nämlich, dass man Krieg, Terror und ständige Angst über hat. Dieser Überdruss führte damals dazu, dass man den Vietnamkrieg endlich beendete. Mit Sicherheit hatten die Amerikaner auch recht schnell das Thema 9/11 über. Irgendwann will man zur Nomalität übergehen, irgendwann auch mal wieder das Schöne im Leben sehen.

      Warum können wir hier nicht einfach ein bisschen motzen? Außerdem dessen ist es nicht so einfach, weil man Angst haben muss, man sei rechts oder irgnorant, was ich ganz und gar nicht bin.
      Im Prinzip nichts anderes, als eine Konversation alla:
      "Findest du nicht auch, dass nur noch Hiobsbotschaften überbracht werden? - Ja. Das fehlte uns ja noch um die Zeit, mit ist eh schon doof. - Hm, ja kenn ich. - Ja, ist einfach zu viel.- Mir auch. - Was Positives zwischendurch wäre mal nicht schlecht. Irgendetwas über das man sich freuen kann. - Klingt gut. Habe schon seit Wochen kein Radio mehr gehört und den Fernseher ausgelassen, sonst stehen mit nei jeder Berichterstattung die Tränen in den Augen. - Stimmt, geht mir auch so. Früher hab ich das Radio eingeschaltet, um eine nette Stimme zu hören und bei guter Musik etwas zu entspannen. Jetzt kommen selbst zwischen den Songs irgdwelche Experteninterviews oder Eilmeldungen. - Dabei sagen die häufig gar nichts nennenswert neues aus. - Nee, das dient nur dazu, noch mehr schlechte Stimmung zu verbreiten. ....

      Einfach die Gewissheit, dass der andere auch so empfindet und man nicht der einzigste Depp ist, der für diese Welt zu zerbrechlich (fragile - was für ein treffender Nick fällt mir gerade ein) ist.
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    • Zaubernuss schrieb:

      Einfach die Gewissheit, dass der andere auch so empfindet und man nicht der einzigste Depp ist, der für diese Welt zu zerbrechlich (fragile - was für ein treffender Nick fällt mir gerade ein) ist.
      Ja, das hilft durchaus, wenn ich ein wenig spüren kann, dass mich jemand versteht, so ein bisschen Solidarität erfahre, auch wenn es mein Problem damit nicht unbedingt löst, aber ich fühle mich dann nicht so allein damit. Danke!

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    • Zaubernuss schrieb:

      Wir machen heute eine ähnliche Erfahrung, die die Amerikaner schon einmal gemacht haben: Nämlich, dass man Krieg, Terror und ständige Angst über hat. Dieser Überdruss führte damals dazu, dass man den Vietnamkrieg endlich beendete.
      Das ist nicht vergleichbar, der Widerstand gegen diesen "Blöcke-
      Krieg" gab es weltweit, die Amis hätten den lokalen Krieg evtl.
      "gewinnen" können, zum Preis der Eskalation (III.WW).
      Der Protest, die Hippiebewegung, richtete sich insgesamt gegen
      diese eingefrorene Form von Leben unter dem Lektorenbündel,
      etliche Früchte samt Mutanten leben bis heute. :jump:

      Es ist schon sehr beängstient, was zZt. in der Weltgeschichte
      passiert, Verrohung, Verlust der (jeweiligen) Kultur, gnadenloser
      Schattenkampf. :traurig:

      Hoffen wir das Beste, denn die Hoffnung stirbt nie, aber man muß
      auch was dafür tuen .. :zungezeig:
      lgw

      Die Original-Vinyl LP habe ich fast "tot gefräst" .. damals .. ;) ,

      hatte mir meine kath. Patentante geschenkt.







    • "Wir schaffen das" ,

      klingt erstmal gut, wäre ja auch theoretisch möglich gewesen, aber
      Zusagen machen, "bestellen, ohne die Rechnung zu begleichen", das
      kann halt nicht gut gehen.
      Wir brauchen zig Tausende an Sachbearbeitern, Lehrern, Polizisten,
      Pflegern, Ärzten, Theras, SozialPäds und und und ...
      Wir brauchen Unterkünfte, sinnvolle Verteilungen bis ins Kleinste, man
      kann nicht "Erbfeinde" im gleichen Heim unterbringen, das kann nicht
      funktionieren (so gewollt ?)

      "Wir schaffen das", aber "zahlen" müssen die Kommunen, letztendlich
      der Bürger vor Ort, die erschöpften, ehrenamtlichen Helfer nicht einmal
      mit gezählt. Eine Maschinerie, die keinen Treibstoff bekommt, bleibt
      irgendwann stehen oder fliegt uns um die Ohren.

      Wir haben ja jetzt eine neue Angie, Angie Kerber, und Mama Angie kann
      den heiss gesessenen Wartestuhl endlich verlassen, Richtung UN-Gen.Sekrä.
      Und der alte Parteisoldat Schäuble betont schon jetzt, dass Adenauer in
      seinem Alter erstmals Kanzler wurde ..
      Und gestern stand in der Tagespresse sein Kommentar,
      "Das die Flüchtlingskrise unser Rendez Vous mit der Globalisierung sei",
      das ist an Zynismus kaum zu überbieten, denn dement ist der Vogel
      sicherlich nicht, grosse Waffenschmiede bedeutet Arbeitsplätze.

      Schade das, hätte anders laufen können, viel, viel besser, als der Karren
      im Dreck jetzt noch zulässt. Persönlich halte ich mich für einen Kenner
      des nahen Ostens, des Islams in all seinen todverfeindeten Facetten,
      Peter Scholl Latour ist mein Vorbild, ein Realist, auf den der Westen
      mehr hätte hören sollen.
      Persönlich hat mir der mystische Islam vor Ort viel Erkenntnis geschenkt,
      in der Türkei/ Konya wurde ich als Muslim-Sufi-Bruder geehrt und pein-
      licherweise für mich mit Gastfreundschaft überschüttet. Das war meine
      letzte Reise in islamische Länder, knapp 30 Jahre her, der Wind drehte.
      Zusammen gerechnet habe ich so fast 30 Jahre mit Orientalen, Yesiden,
      Sunniten, Schiiten .. Tür an Tür gelebt, Freundschaften gehabt, 14 Jahre
      lebte ein Yeziden Scheich mit seiner riesigen Großfamilie neben uns, die
      jüngste Tochter bekam Nachhilfe in deutsch von meiner Frau, der Beginn
      ihrer Lehrerinnenlaufbahn. :biggrin: Nebenbei, ich bin riesig stolz auf meine
      Frau, das war und ist insgesamt eine "Hammer-Leistung" !!
      Völlige Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau auf allen (!) Ebenen
      halte ich für die Grundvoraussetzung für Frieden und wünschenswerte
      Harmonie.

      Mittel-Europa 2016

      In unseren ach so konsumfreundlichen Wirtschaftswunderländern haben sich
      diverse Schattengesellschaften gebildet, die wir einfach ignoriert haben !
      Unser sparendes Verwaltungs-EU-Politik-Wirtschafts-Konglomerat macht
      einfach weiter, macht sich und die Probleme erstmal 'unsichtbar' , eine
      sesselpfurzende Politik, trotz jahrelanger Diskussionen (Neukoelln, Essen,
      Dortmund, Duisburg etc.).

      Die letzten Jahre haben wir uns einen "privaten Spaß" :boese: daraus gemacht,
      anhand der Presse/ Radio, den Gewalttaten, die ungefähre Herkunft zu er-
      raten, entsprechende Banden/Täter haben ureigene Methoden. Die Herkunft
      wurde immer verschwiegen, um der rechten Szene kein Futter zu geben,
      alles muß wie bei Mama Merkel sein, der schleichende Demokratieverlust.

      Das ist jetzt nach Köln anders, und das macht mich mehr als betroffen. :sterbekrank:

      Es vergeht kein Tag mehr, ohne Vergewaltigungen durch Flüchtlinge,
      es sind nur keine Syrer, sie kommen auch nicht nur aus Nordafrika, sie
      kommen von überall her, solange es keine (EU) Grenzen mehr gibt,
      Dublin, Schengen, das ist eine Farce, die nur der Wirtschaft dienen muß.

      Hoffentlich wird dieses Total-Versagen der EU nicht vergessen, sondern
      insgesamt historisch gesehen, Deutschland spielt dabei eine üble Rolle,
      und so werden wir auch gesehen ! Rap it .. :sterbekrank:

      Zum Glück muß ich nicht mehr die völlig beschissene Erfahrung einer
      Vergewaltigung machen, aber etlich anderes habe ich im Leben erlebt,
      auch Ausraubung, Bandenüberfall, Diebstahl gar nicht zu erwähnen.

      Aber es wird mir exemplarisch völligst (!) übel, wenn eine junge Frau
      in der Weiberfaßnacht bewußtlos geschlagen und danach vergewaltigt
      wird. :sterbekrank:

      Karneval ist seit vielen Jahrhunderten das "Aufmucken" gegen die Staats-
      macht, erotisch, frivol, aufmukkend, frech ... , dieser Karneval wird als
      "traurig" bekannt, Angst,
      der Terror ist bei uns. Und ich lasse mich als früherer (?) Linker in keine
      rechte Ecke drängen, und fremdenfeindlich war ich noch nie, aber so
      etwas habe ich noch nie erlebt, es ist tatsächlich ein Angriff auf all unsere
      mühsam erkämpften Werte.

      Augen auf im Verkehr,
      ich wünsch Euch was Liebes,
      lgw
    • Nachdem es mir damals im Haaresbreite passiert wäre (ich mag es nicht ausschreiben, das weckt üble Erinnerungen im Detail), regt sich in mir eine gewisse Wut, dass wir in diese Gefahr gebracht wurden. Was Männer dieser Herkunft über Frauen denken, hätte ich denen auch früher sagen können, nachdem ich mit einem Araber zusammen war. Was haben die denn gedacht, was passiert, wenn Menschen aus einem ganz anderen Kulturkreis in dieses Land kommen, wo Frauen so frei leben und sich kleiden, wie es hier der Fall ist, während diese Leute auf beengtem Raum leben, ohne Intimsphäre oder kaum und massiven intersozialem Stress ausgetzt sind?
      Die deren Frauen und Mädchen haben mit tiefes Mitgefühl. Ich will lieber nicht wissen, welche Höllentorturen manche in ihrer arrangierten Ehe ertragen müssen. Vergewaltigung ist dort legitimiertes Recht in der Ehe und nicht strafbar. Aber wissen die, das das hier nicht so ist?

      Noch vor nicht allzu langer Zeit, die bin ich nachts nach Hause gelaufen ohne mir großartige Sorgen zu machen. Ein Gefühl der Freiheit und Unbeschwertheit. Ich liebe nachts im Dunkeln durch die Straßen zu gehen. Na ja eher Vergangenheitsform. Ich mag die Ruhe. Heute ist Angst mein Begleiter. Was ist das für ein Land geworden, in dem Frauen Angst haben müssen, dass ihnen auf dem Weg nach Hause sowas wiederfährt? Irgendetwas ist da falsch gelaufen....
      Was tun nach dem Absturz?
      Aufstehen. Krönchen richten. Würdevollen Schrittes weitergehen.
    • Zaubernuss schrieb:

      Noch vor nicht allzu langer Zeit, die bin ich nachts nach Hause gelaufen ohne mir großartige Sorgen zu machen. Ein Gefühl der Freiheit und Unbeschwertheit. Ich liebe nachts im Dunkeln durch die Straßen zu gehen. Na ja eher Vergangenheitsform. Ich mag die Ruhe. Heute ist Angst mein Begleiter. Was ist das für ein Land geworden, in dem Frauen Angst haben müssen, dass ihnen auf dem Weg nach Hause sowas wiederfährt? Irgendetwas ist da falsch gelaufen....

      Genau das muß wieder schnellstmöglich werden, ansonsten wird jedes
      RestVertrauen verspielt, es gibt schon zu viel Gangs auf den Strassen
      und die Mafia ist schon mehr als involviert. Meine Yeziden Nachbarn
      hatten sizialinische Tarnnamen, Schutzgeld war billiger, mitten in Deutsch-
      land.

      Falsch gelaufen ist, einen undefinierten Zuzug zu erlauben, ohne jede Kon-
      trollmöglichkeit, ca. 4000 IS-Kämpfer sollen bei uns sein. Es ist keine Frage
      mehr 'ob', sondern wann und wie ein Anschlag bei uns sein wird.
      Frau und Tochter instruiere ein wenig, sich nicht in überflüssige Gefahren
      zu bringen, wie schnell sich ein Land verändern kann. lgw
    • Verrohung der Gesellschaft war grad das Thema auf WDR3. Innerhalb
      kurzer Zeit hat sich unsere BRD verändert, Furcht und Blockbildung
      herrschen vor, ein sehr ungünstiges Klima. Daß Main-Sender wie die
      ARD Infos 'political correct' verschweigt (zB. Maria L./ Freiburg), fördert
      leider nur die AfD und ähnliche Kräfte, eine ehrliche Diskussion wäre
      insgesamt förderlicher.

      Auch wenn die Presse Lügen schmiert, das Fernsehen schweigt trotz
      alledem ...


      Zaubernuss schrieb:

      Was haben die denn gedacht, was passiert, wenn Menschen aus einem ganz anderen Kulturkreis in dieses Land kommen, wo Frauen so frei leben und sich kleiden, wie es hier der Fall ist, während diese Leute auf beengtem Raum leben, ohne Intimsphäre oder kaum und massiven intersozialem Stress ausgetzt sind?
      Das macht wirklich Angst, weil es unberechenbar ist, als wenn Glycerin auf Nitro
      trifft, völlig verschiedene Welten !

      Schwer getroffen und gekränkt hat mich das Statement einer 'grünen' Politikerin,
      dass die Vergewaltigungen (jeder Coleur) der Silvesternacht in Köln auch von dt.
      Männern so hätten geschehen können, ich war wirklich geschockt. Da ich so etwas
      schon (mehrfach) erlebt habe, dazwischen gegangen bin, auch andere Männer,
      empfinde ich solche Aussagen tatsächlich als rassistisch (männerfeindlich) und
      verlogen demagogisch, Politik von gestern ... , teile und herrsche..

      Tröstlich bleibt ein Song von Hannes Wader, der Bielefelder ist, eine Stadt, die
      es bekannterweise gar nicht gibt, siehe die 'Bielefeld-Verschwörung' ...



      Ich wünsch Euch/ uns eine friedliche Vorweihnachtszeit, wer kann, ein wenig
      Beschaulichkeit und den Blick nach Innen ..

      Lasst Euch die Schmankerln schmecken,
      lgw

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Wendelin ()

    • Das sehe ich ganz genauso, lieber Wendelin und es wird im Hinblick auf die anstehenden Wahlen in Deutschland nach viel schlimmer werden. Es gibt nur noch dieses eine, alles beherrschende politische Thema und vor lauter Angst vor der AfD werden sich die Parteien rechts zu überholen. Ich bemerke einen zunehmenden und völlig undifferenzierten Ausländerhass, statt dass sich der Missmut gegen die Politik richtet, die den ungeordneten Zuzug contra legem ermöglicht hat und die Presse, die uns dann auch noch Informationen vorenthalten hat. Hier hilft weder Beschönigung noch das Schüren von Ängsten. Das ganze wird zu einem sehr schlimmen Klima führen, das sämtliche Gesellschaftsschichten erfassen wird.
    • Wendelin schrieb:

      Wenn ein "religiös" (??) radikalisierter 12jähriger Nagelbomben für den Weihnachtsmarkt bzw. Einkaufszentrum bastelt, ist in der Erziehung mächtig etwas schief gelaufen. Religionsunterrichtsausbildung sollte an dt. Hochschulen erfolgen, es ist ein Unding, wenn das durch Behörden aus Drittstaaten gesteuert wird !
      Ich finde, Religionsunterricht dürfte auf unfreiwilliger Basis gar nicht erst stattfinden, man sollte sich frei entscheiden können, ob und an was man glaubt, dazu gehört m.E. eine gewisse Reife, die ein 12-jähriger kaum mitbringen kann.
    • Jannis schrieb:

      Ich finde, Religionsunterricht dürfte auf unfreiwilliger Basis gar nicht erst stattfinden, man sollte sich frei entscheiden können, ob und an was man glaubt, dazu gehört m.E. eine gewisse Reife, die ein 12-jähriger kaum mitbringen kann.
      Das sehe ich genauso, wird sich aber kaum durchsetzen lassen, Ethikunterricht für alle wäre besser !
      Märtyrertum wird leider sogar von offiziellen Stellen als erstrebenswert vermittelt, das dürfen west-
      liche Staaten nicht unbeantwortet lassen. Manchmal habe ich den Eindruck, dass unsere Volkszer-
      treter nicht mehr genau wissen (wollen ?), was sich da so zusammen braut.

      Schlagzeile eben auf n-tv:
      n-tv.de/politik/Gruene-kritisi…harf-article19355731.html

      Nachtigall, ick hör dir trappsen. 8o