Kann jemand etwas über Trittico® berichten (Trazodon bzw. Thombran®)

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    • Ich mags auch nicht, wenn das Ding nicht voll war. Es geht mir aber darum die Effizienz zu nutzen, damit man wann anders mehr Platz hat für wieder anderes und vor allem wirklich alles Dreckige sauber wird und nicht irgendwo was vergessen wurde. An der Arbeit nervt mich das total und es macht mir ein schlechtes Gewissen, dass ich die Maschinen häufig nicht voll anstellen kann, einfach, weil die LEut zu viel Geschirr runtergeworfen haben und der Chef einfach es nicht schafft neues nachzukaufen. Deshalb muss man viel zu früh die Maschine anstellen, denn sonst gibts kein sauberes Geschirr mehr und ich hasse wie die Pest unnötig Sachen per Hand abspülen zu müssen, erst recht, wenn es doch eine Maschine gibt.

      (Sorry kurz vom Thema abgeschweift..aber musste doch mal gesagt werden lol).

      Ja das Trittico ist mir heute glatt sympathischer geworen, obwohl ich es noch nicht aus der Apotheke abgeholt habe. Ich hab nämlich auf meinen Abholschein gegeuckt und gesehen, dass ich keine Rezeptgebühren zahlen muss. Das ist doch mal was erfreuliches :)
      Jetzt muss es nur noch gut sein! Im mein Gewisen zu beruhigen habe ich als Gute-Nacht-Lektüre noch mal ein paar Erfahrungsberichte gelesen, allerdings nur von Leuten, die das in Monotherapie nehmen (alles andere erachte ich als wenig sinnvoll- zu viele Störfaktoren). Die waren ja alle durchweg zufrieden. Dann ging es mir etwas besser und ich kannte mir einreden, dass es vielelicht nicht das Falscheste war, dass ich gestern meiner Psychiaterin gesagt habe, dass sie sich da ein Glanzstück geleistet hat und das ich schwer von ihr enttäucht bin und die Behandlung nicht fortsetzen werde, weil ich mich nicht emotional erpressen lasse. Klingt jetzt hart. War aber angebracht denke ich. Es ist wichtig, dass sie darüber nachdenkt, warum ein Patient solche Konsequenzen zieht. Das es keinen Sinn macht noch mehr Druck auszuüben, wenn ein Patient, dem es schlecht geht, ohnehin schon am dichtmachen ist. Man kann ja nicht sagen "Ich weis, dass es dir schlecht geht, aber ich helf dir heute nicht, weil ich finde du solltest dich morgen erst meinem Willen beugen und zur BE kommen und dann stelle ich vielleicht ein Rezept aus". Da hat sie doch mit dem Oberarzt ewig verhandelt und dann haben die so einen Patientenaufklärer genutzt. Das sind so Vordrucke im System (scheinbar ein eigenes Programm für solche Zwecke). Dann wird im Programm in das vorgesehene Textfeld geschrieben, um welches Medikament es geht und dann werden in einem weiteren Extrafeld persönliche Anmerkungen geschrieben und das ganze dann gedruckt dem Patienten in die Hand gedrückt, was er dann auch unterschreiben muss, um zu bestätigen, dass er aufgeklärt wurde. Klingt erst mal gut, aber ich las die ganzen Frechheiten und als ich vore auf der ersten Seite dieses Logo "pro compliance" las, da ist es mit mir durchgegangen. Ich stand ja schon an der Bushaltestelle. Da fing ich an zu zittern, so erregt war ich. Sie verwehren einem Hilfe, um einen zu nötigen das zu machen, was sie wollen, egal, ob es Zeitverschwendung ist oder nicht und dann schreiben sie all diese Dinge in diesen Bogen und auf dem Ding steht "pro compliance"!!! Was haben sie denn für meine Compliance getan. Sie haben mich mit ihrer Tatenlosigkeit schier zur Verzweiflung gebracht. Es war ihnen völligst egal, ob jeder weitere Tag ohne Umstellug die Hölle auf Erden und kaum zu ertragen ist. Hauptsache alles immer schon nach Plan und nicht ohne Absicherungspolitik. Wie der PAtient abends und nachts allein klarkommt, wenn die Hölle am schlimmsten in ihm tobt ist ihnen egal. Erst absichern. Vielleicht überlegt sie es sich nochmal. Und da reden die von copliance! Das ist nicht lache! Wo ist denn bitte ihr Part der Compliance? Das ist ja keine einseitige Geschichte.

      Ich hätte meiner Ärztin mehr zugetraut. Anfangs war sie auch so anders, aber umso mehr unter der Fuchtel dieser Leute ort steht, desto weniger ist von ihrem instinktiven Handeln und Denken übrig. Wenn ein Patient plötzlich so abwehrend ist, dann muss ich mich fragen warum. Ich hätte es instinktiv anders gemacht. Sie ist immer mehr abgekühlt und hat Abstand gewahrt. Wenn ich mit jemanden geredet habe, der total verzweifelt war und dem es schlecht ging, dann bin ich auf ihn zugegangen, habe mich neben ihn gesetzt, statt gegenüber. Also räumliche Nähe hergestellt und dann gefragt, was denn überhaupt los ist (als ich noch in der Klinik gearbeitet habe). Das weren dann keine "kurzen" Gespräche in der Regel, aber was spielt das noch für eine Rolle. Wenn man Angst hat vor unzufriedenen Patienten (oder Freunden/Bekannten..) und auf Distanz bleibt, dann hab ich die Erfahrung gemacht, dass sie dann immer wütender werden, weil sie sich allein fühlen und andere Menschen so weit weg. Keine Ahnung, vielleicht ist diese Haltung völlig falsch, soweit bin ich noch nicht, aber es kommt mir so vor, als ob man näher am Menschen dran ist, anstatt einfahc nur sein gewohntes Programm durchzuziehen. Wenn man sich neben jemanden setzt, dann bilde ich mir immer ein, haben die Leute das Gefühl, dass man auf sie zukommt und man sich ihrer annimmt. Hm vielleicht sollte ich mal eine paar Bekannte fragen, ob sie das gut fanden oder es ihnen zu viel war. Ich denke, man muss ein Gespür dafür entwickeln, bei wem man das machen kann und für wen das zu "nah" ist. Was meint ihr???

      LG, Nüssli
      Was tun nach dem Absturz?
      Aufstehen. Krönchen richten. Würdevollen Schrittes weitergehen.
    • So hab das Trittico bzw. Trazodon aus der Apotheke abgeholt. Sehr interessant. Die Tablette hat bei uns gleich 3 Bruchkerben. Man kann also die 100mg Tabletten sogar vierteln. Es gibt auf dem deutschen Markt auch nur 100mg Tabletten, seidenn ich hab mich verguckt.
      Ich hab ja viel gelesen, das gebe ich zu. Es gibt da etwas, dass mich verunsichert. Meine Psychiaterin sagte, ich solle mit 100mg beginnen, dann würde man es steigern. Ich habe aber viel gelesen, dass andere Patienten nicht gleich mit 100mg einsteigen und für irgendeinen Grund muss es ja die Bruchkerben geben. Es gibt scheinbar eine Menge Leute, die kommen mit 50mg aus und sind keine 80 Jahre mit eingeschränkter Leberfunktion. In der Packungsbeilage steht auch, dass man die erste Woche 100mg nehmen soll, aber der 2. 200mg und dann könne man bedarfsweise bis 400mg erhöhen im gleichen Schema (also 100mg pro Woche). Im stationären Bereich können Patienten wohl auch bis 600mg bekommen.
      Es verunsichert mich doch ein bisschen, dass es gibt eben berichte, dass Leute teilweise mit 50mg am nächsten Tag recht benebelt waren.
      Sag mal Müsli, wie war es denn bei dir? Mit wieviel hast du anfangen sollen und war das o.k. am nächsten Tag???

      LG, Nüssli
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    • Also liebe Nüssli, meine Trittico hatten 150mg. Ich habe mit einem Drittel angefangen, also 50mg.
      Ich war gar nicht benebelt (im Gegensatz zu Sertralin) und schlecht war mir auch nicht (ebenfalls im Gegensatz zu Sertralin).
      Ich hatte gar keine Nebenwirkungen, ausser dass ich mich nach ein paar Tagen besser und entspannter fühlte, oder nicht mehr ganz so angespannt, ich hab meine Finger also nicht bis zu den Gelenken runter angeknabbert, sondern nicht ganz soweit, aber das war ja bezweckt.
      Ob das gesteigert worden wäre, kann ich auch nicht feststellen, da ich ja so engmaschig betreut werde, ich weiß nicht was gemacht worden wäre, wenn ich weiter depri gewesen wäre...
      Herrje, jetzt komm ich schon ganz durcheinand mit den Zeiten!!!
      :D

      Eine Freundin von mir hats mal als Monotherapie 3 Monate genommen, sie fühlte sich nicht sediert, aber nach so 1-2 Wochen sehr gut drauf und nicht mehr so ängstlich und angespannt...
      Die hat während der3 Monate je nur ein Drittel, also 50mg genommen und schlief auch sehr gut ein, davon...

      Ich bin mir jetzt auch gar nimma so sicher ob der switch medi-induziert war, es könnte auch sein, dass er ohnehin gekommen wäre.
      Da es mir ja schon wieder schnell besser ging.
      Läßt sich natürlich hinterher nicht mehr feststellen.

      Heut war ich in jedem Fall fast die ganze Zeit sehr mittig, mir gehts wieder sehr gut, und nicht zu gut. Hihihi!
      Episode ist hoffentlich vorüber, ich möchte echt gerne mal wieder länger stabil sein...
      Rapid Cycling wird langsam offensichtlich?
      :(

      Liebe Nüssli, ich wünsche Dir ganz viel Erfolg mit dem AD, hoffentlich klappts und hoffentlich geht alles gut!!
      *Daumendrück*

      Buntes Herbstmüsli mit Kastanien und Eicheln
    • Moin,

      wäre logisch, aber nee haben sie nicht gemacht. Der Handelsnahme ist Thombran. Aber es ist komisch, das wird nicht mehr in der Roten Liste aufgebführt. Vielleicht wird das Trazodon nur noch von Generika-Herstellern vertrieben?? Aber kann uns ja schnurz sein.

      Alsooooooo wie wars nun:
      Es war etwas unglücklich gelaufen, dass ich so gegen 22:30 weggenickt war, bevor ich das Zeug genommen hatte und wachte erst so um 1 wieder auf. Aber da ich es ja unbedingt probieren wollte, habe ich da dann 50mg genommen. Es dauerte gar nicht lange, bis mir so schwer wurde, später auch müde. Ziemlich sediert hat es aber erst später. Das war aber alle nicht sehr stark, denn ich bin auch ohne weiteres bei jedem Quatsch, den meine Mietze gemacht hat sofort aufgewacht und hab sie auch gefüttert, wenn ich ziemlich schwindlig un dnicht richtig ganz da. Da war ich entwas unzufrieden und hab dann doch die 2. Hälfte der Tablette genommen, sodass es ingesamt doch 100mg waren. Davon wurde die Sedierung stärker und wenn ich aufgestanden bin, um mit Mietzi zu schimpfen fiel es mir schon schwer mich auf den Beinen zu halten und trotzdem wurde ich von ihrem Mauzen wach und sie meckert morgens manchmal stundenlang. Ich habe mich dann über sie geärgert und dachte: Wenn du keine Katze hättest, dann hättest du mit dem Zeug geschlafen, wie ein Baby. Katzen sind echt schlafhinderlich.
      Als ich das nächste mal aufgewacht bin, habe ich auf die Uhr geguckt und das wars 11:30. Ich war total verwirrt und dachte, oh man irgendwas läuft schief. Meine Mitbewohnerin muss verpennt haben. Hoffentlich hat sie die Katze nicht gehört und es dann nicht geschaft aufzustehen. Das gibt wieder Ärger. Aber es war so still. Ich bin dann irritiert zum Fenster gelaufen und hab ich gesehen, dass ihr Fahrrad weg ist. Der Schlüssel auch weg. Das ist unglaublich. Ich muss in den Morgenstunden so extrem tief geschlafen haben, dass ich nicht gehört habe, wie sie in der Küche Frühstück gemacht hat und auch nicht ihr Radio, nicht die Klospülung, nicht ihr Duschen, einfach nichts und sie ist der lauteste, rücksichtsloseste Mensch, den ich kenne, deswegen zieh ich da ja aus. Da war ich vollkommen baff.
      Leider bin ich mit verstopfter Nase aufgewacht und deshalb hatte ich auch Kopfschmerzen. Aber das ist bei mir immer so (bekomme von trockener Schleimhaut höllischste Kopfschmerzen). Fairerweise muss man aber sagen, dass die Heizung automatisch um 10 angesprungen ist und die stand auf 2,5 und ich hab den Heizkörper direkt neben dem Bett. Normalerweise stehe ich immer auf, bevor die vorprogrammierte Heizung anspringt. Ich vertrag es gar nicht gut bei warmer Heizungslufft zu schlafen, aber ich wusste ja nicht, dass ich noch im Bett liegen würde. Das mit der Nase und den Kopfschmerzen wird auch als Nebenwirkung beschrieben, aber ich denke, ich muss das nochmal ausprobieren, ob das nicht einfach an der Heizungsluft lag.

      Ich kann keinerlei veränderte Stimmung zum Vortag feststellen. Ich bin kein bisschen mit der Stimmung hochgegangen, nicht mal nach dem Frühstück mit Café und normalerweise drehe ich nach dem Frühstück immer ein bisschen hoch. Selnbst das blieb aus. Liegt womöglich daran, dass ich noch den Rest der Sedierung merke, weil ich das Zeug mitten in der Nacht genomen habe. Antribe ist auch nicht verändert. Die einzige Änderung liegt bisher bei den Denkinhalten. Weil ich gerade in einer Depression feststecke, hate ich wie die meisten Menschen mit suizidalen Gedanken zu kämpfen. Die wollen sich jetzt nicht mehr aufdrängen. Normalerweise schießen die mir immer in den Kopf und kommen. Die kommen einfach von alleine, ohne, dass ich daran denken will. Jetzt ist es plötzlich weg. Von jetzt auf sofort quasi. Und ich hab weniger Ängste. Aber die angstlösende Wirkung soll ja auch vor der antidepressiven einsetzen. Das stand als Extrakomentar im Waschzettel.

      Jetzt bin ich mir total unsicher, ob ich das Modafinil nehmen soll/kann oder nicht. Eigentlich wäre das unvernünftig. Andererseits merk ich keine antidepressive Wirkung, aber das heißt ja im Moment noch relativ wenig. Ich abe einfach bisher keine Erfahrung gemacht mit echten Antidepressiva, die primär sedierend sind und nicht aktivierend, Es ist schon anders. Wenn ich was aktivierendes nehme, dann weis ich binnen weniger Stunden wie groß das maniefördernde Potenzial ist. Ich warte noch mal ab. Das ist selbst mir zu heiß. Mir fehlen einfach die Vergleichserfahrungswerte zu sedierenden AD's. Vielelicht muss man hier länger warten, ehe man das MAniepotential einschätzen kann. Andererseits beruhigt mich das Modafinil und dreht nicht auf wegem dem ADS. Ich fühle mich hin- und hergerissen.
      Werde trotzdem erstmal abwarten.

      Fazit: Obwohl ich es so spät genommen habe, bin ich nicht total benommen am Morgen, wie bei Seroquel. Es drückt logischerweise auch nicht die Stimmung runter. Wenn es erstmal voll wirkt, schläft man offensichtlich sehr tief. Wenn es so den Schlaf verbessert müsste es für Bipolare eigentlich einen gewissen Vorteil bringen, denn mit der Qualität des Schlaf steht und fällt für gewöhnlich unsere Stabilität. Die Frage ist halt, wie es sich trotz alle dem mit dem Switch-Risiko verhält. Aber das kann ich (derzeit) beim besten Willen nicht beantworten.

      LG, Nüssli
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    • Huhuuu liebe Nüssli,

      na das klingt doch schon ganz gut, oder?
      Hauptsache die suizidalen Gedanken sind weg und die Ängste weniger!!
      Ich glaube, Angstlösend hat es bei mir schon auch ein wenig gewirkt, es kam mir halt zumindest so vor, aber ich hatte ja nur 50mg.
      Nur durchschlafen konnte ich damit leider nicht, ich bin des Nächtens erwacht und konnte nicht mehr schlafen, allerdings hatte ich da gleichzeitig kein Dominal genommen, welches bei mir total durchschlaffördernd wirkt.
      Das weiß ich jetzt, naja Frau lernt halt dazu.
      Naja, ansonsten hat das Trittico wohl zu gut bei mir gewirkt, ich bin immer noch etwas drüber.
      Darf aber trotzdem mit dem Lamotrigin anfangen, hab ich bereits abgeklärt.
      Jetzt gehts los!!
      Langzeitstabilität, ich komme!!

      Liebe Nüssli, ich wünsche Dir, dass es weiterhin gut wirkt und dass sich die antidepressive Wirkung auch noch bald einstellt!!
      *daumendrück*

      Müsli mit hauseigenen Hirndrogen :thumbup:
    • Huhu du!

      Hm die Hemmung der suizidalen Gedanken und Ängste hat schon etwas nachgelassen, aber ich habe auch gerade über die ganze Behandlungsmisere nachgedacht. Stimmung auch nicht so besonders. Überlege doch noch was von meinen herkömmlichen Medis zu nehmen.
      Es stört mich etwas, dass ich mein Herz so "pumpern" merke. Aber vielelicht geht das weg, wenn man sich an den Wirkstoff gewöhnt hat. Außerdem würde ich so nicht Autofahren wollen bzw. können (davon mal abgesehen, dass ich es eh nicht darf). Ich merke selbst, dass ich nicht so fix im Hirn bin, wie sonst.

      Sei des Lamotrigins wegen nicht so euphorisch! Es wirkt nicht antimanisch! Von wegen Langzeitstabilität. Nur wenn deine Mamien fest an depressive Phasen gekoppelt sind, wirst du mehr davon profitieren als andere. Ansonsten wirst du mit allem, was du sonst konsumierst extrem vorsichtig sein müssem (andere Medis, außerdem Schlafentzug! usw.). Das ist kein Wundermittel! Werde wegen dem Zeug nicht leichtsinnig!
      Na gut, ich geh denn mal endlich duschen....

      LG, Nüssli
      Was tun nach dem Absturz?
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    • Huhuu!!

      Nein, werd ich nicht!!
      Leichtsinnig!
      Ich erwarte mir auch nichts Antimanisches, warum auch?
      Ne echt fette Manie hatte ich ja nur von den SD-Medis, und ich merke dass ich da allgemein recht empfindlich reagiere, also heißts ACHTUNG!! Wenn ich was Neues nehme...

      Bei mir sind die hypomanischen Ausflüge ansonsten immer an die Depris gekoppelt, hab ich bereits mal beschrieben.
      Generell setze ich auf die Psychotherapie, das ist mein stabilisierendster Faktor, das Lamotrigin sehe ich (sehr pro compliant, hihi!) als weiteren Baustein, als Hilfe, als Krücke bis ich die notwendige Stabilität erreicht habe.
      Es steht nämlich schon am Plan es auch wieder irgendwann abzusetzen, sollte ich es schaffen jahrelang keine Episode mehr zu bekommen.
      Das wurde mir auch gesagt, wurde so abgemacht, dass das schon versucht wird, wenn es möglich ist.
      Also, ich bin optimistisch was die Zukunft angeht, das Experiment “Hilfe für Müsli“ hat bereits im Februar begonnen, als ich sie nach jahrzehntelangem Trauerspiel endlich suchte, ich nehme was ich kriegen kann, versuche trotzdem noch kritisch zu bleiben aber meinen Behandlern zu vertrauen, sonst kann mir ja keiner helfen...
      Sotala, aufregend war das heut!!
      Langsam fällt die Spannung ab, Ruhe, Ruhe, Ruhe...
      Wenn ich heut in Richtung Shoppingtempel wandern würde, würde ich mit Sicherheit sehr viel Geld ausgeben, wahrscheinlich über die Kreditkarte, denn ich hab nur mehr heiße 7 Euro am Konto.
      Bin bereits wieder ganz impulsiv herumgeirrt, das ist schon ziemlich irre das Gefühl...
      Aber ich beruhige mich langsam, phuuuuuu....
      Und ich bin heilfroh dass ich meine Schlafmedis habe, sonst wäre ich schon ein wenig Maniegefährdet!!

      Liebe Nüssli, ich wünsche Dir, dass alles gut funktioniert!

      Das Herzerlpumpern hatte ich am Anfang stark bei Dominal, ist anscheinend aber nichts beunruhigendes...
      Ja, bitte Hände weg von Maschinen und Fahrzeugen!!
      Vielleicht doch besser mit 50mg anfangen, dann ist die Sedierung nicht so stark?
      Hach, das ist schon doof, ohne den FA an der Seite!!
      Ich hoffe das regelt sich bald oder Du findest eine neue!!!

      Alles Liebe!
      Gaaaaaannnzzz ruuuhigeees Müsli
    • Komische Ärzte sind das, die erzählen, man könne das Lamotrigin irgendwann absetzen und ohne Medis leben (und zwar gut, also belastbar). Die Fachwelt scheint meist recht uneins zu sein, aber normalerweise sind sich alle klar, dass bipolare Störung bedeutet Medikamente für ser lange Zeit, häufg ein Leben lang einzunehmen. Das ist nicht wie bei der unipolaren Depression, wo man nach 6 Monaten einen Ausschleichversuch machen kann.

      Müsli wrote:

      Es steht nämlich schon am Plan es auch wieder irgendwann abzusetzen, sollte ich es schaffen jahrelang keine Episode mehr zu bekommen.
      Das ist der größte Irrtum, denn alle Bipolaren haben, die kurze Zeit später den Rückfall bekommen. Diese scheinbare Stabilität ermutigt viele zu denken, alles sei wieder o.k., aber eine bipolare Störung heilt nicht aus, wie eine bakteriele Entzündung. Es ist wie eher, wie ein Virus, der Sleeper bildet (sowas wie bei HHV3-Humanen Herpesvirus 3 ["Gürtelrose“] oder HHV4- also Epstein-Barr-Virus [--> Pfeiffer-DRüsenfieber]). Das ist erstmal weg, kann es für viele JAhre bleiben und dann, wenn man es nicht erwartet, dann ist es aus dem nichts plötzlich wieder da.

      Ich weis nicht, ich habe ein schlechtes Gefühl. Wenn du nervös umherirrst ist die Zeit vieelicht noch nicht gekommen, abe rich weis nicht, in wie weit ich Dinge von mir auf andere übertragen kann in diesem speziellen Fall. Ich kann nur sagen, dass Lamotrigin kontraproduktiv gegen Schlaf sein kann (destabilisierender Faktor), aber auch schlaffördernd. In der Hauptwirkphase macht es manche ruhig, aber die Wirkung lässt nach und dann fühlt man sich innerlich grisselig und nicht so gut. (Wahrscheinlich von der Dosis abhängig). Wer immer einen guten Spiegel hat, der nie zu tief absackt, der hat das Problem vielleicht nicht, aber zur Zieldosis musst du erstmal kommen.
      Du wirst es ja sehen. Wenn es dich aufdreht, dann weist du ja, dass es zu früh war.

      Ich hab mich mit jeder Stunde durch die nachlassende Wirkung schlechter gefühlt und spontan beschlossen, doch auf das Modafinil zurückzugreifen. War keine Fehlentscheidung bis jetzt. Absolut gewohnte Wirkung hat eingesetzt in gleichem Maße wie immer.

      Ich bin absolut ruhig und geerdet. Stimmung besser, Unruhe weg, auch das "Herzpumpern", suizidales Denken, einfach alles Doofe. Alles wie immer. "Keine Abweichung vom Protokoll" lol Ich denke, man hat nicht bedacht, dass mich das Zeug ja runterholt, weil ich das ADS habe. Es dreht mich nicht auf, es ist vielmehr mein Anker der Ruhe und Zufriedenheit, es macht mich zahm, wie ein Lämmchen.

      LG, Nüssli
      Was tun nach dem Absturz?
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    • Feine Sache, Dein Modafinil!!!

      Ja, das Lamo fange ich Morgen morgens an, und bei jeglicher Veränderung soll ich Bescheid geben.
      Mal schauen wie es wirkt?
      Dominal und Zoldem nehm ich ja nach wie vor zum schlafen, das sollte auch dann noch funktionieren.
      Ich irre ja auch nimma umher, hab mich zum heimgehen gezwungen, zur Ruhe kommen.
      Versuchen.
      Und ich hab ja extra gefragt, ob ich es trotzdem beginnen soll, obwohl ich jetzt tagelang drüber bin.
      Aber die Ohrentropfen warens wirklich nicht, ich hab sie mir ja nicht mehr nehmen getraut!!
      :D
      Hihihi!!

      Schön, das es Dir wieder gut geht, na das ist ja endlich ein Erfolg!!
      Nach all der Tortour!!
      Ist das Trittico bei euch eigentlich retardiert?
      Alles doofe weg klingt wirklich super, ich wünsch Dir dass es so bleibt!!

      Es drückt Dich ein gespanntes Müsli
    • Achso, ich glaube auch nicht dass ich dann geheilt bin, aber dass ich einen besseren Umgang damit habe und auch die Aufs-und Abs besser in den Griff bekomme.
      Und dann kann man es wieder absetzen probieren, ja warum denn auch nicht?
      Er hat gesagt er hat Patienten, bei denen er es (nachdem sie einige Jahre stabil waren) wieder absetzen konnte, die dann auch ohne Medis jetzt bereits jahrelang stabil sind.
      Allerdings auch mit Hilfe von Psychotherapie.
      Er ist sehr davon überzeugt und ich auch.
      Es verändert ja auch nachweislich den Hirnstoffwechsel, soweit ich das weiß.
      Bei einigen Patienten (nicht bei allen) hats also geklappt, wieso sollte es bei mir nicht klappen?
      Ich glaube da ganz fest dran!!

      Ich glaube wenn sich der Stoffwechsel des Körpers und des Hirns daran gewöhnt haben, regelmäßiger und gleichmäßiger zu funktionieren (Schlafen, Essen, Bewegung, Kreatives, ...) ohne in Extreme auszuarten (das habe ich mein bisheriges Leben gemacht), auch mithilfe der Medikation, dann kennen Körper und Hirn irgendwann nix anderes mehr, oder fallen nicht so leicht in alte Verhaltensweisen, Denkweisen und hoffentlich auch Ausschüttungsweisen zurück.
      Und was ist das Leben anderes als eine Aneinanderreihung von Lebensjahren?
      Hoffentlich gibts mehr gute!
      Ich bin optimistisch!
      Erneut beginne ich ein weiteres Experiment in Richtung schöneres Leben, mal schaun ob es gelingt!!

      Grüße an alle ob mit oder ohne Medis!
      Euer mixed Müsli
    • Nee ist nicht retardiert bei uns. Bei euch heißt es ja auch Trittico retard, nicht wahr? Es gibt so weit ich gesehen habe auch keine retardierte Variante davon. Keine Ahnung, ob das ein Nachteil ist.
      Wenn du müde von dem LAmotrigin wirst, dann wird man es sicherlich auf abends umstellen.

      Müsli wrote:

      Und ich hab ja extra gefragt, ob ich es trotzdem beginnen soll, obwohl ich jetzt tagelang drüber bin.
      Ärzte haben nicht immer Recht, Ich habe dir ja gleich geschriben, wie komisch ich das finde, dass er dir erst das Trittico verschreibt, um dannetwas später schon wieder umzustellen. Ich kann bis heute nicht nachvollziehen, warum er nicht gleich mit Lamotrigin anfangen wollte. Womöglich wäre dir dann das "übern Strich" erspart geblieben. Bei mir haten sie ja auch nicht Recht.Aber ie beharren da drau wie 10 sture alte Bergesel. Das hat man nun davon. Wenn ich fertig bin mit der Umstellung und alles weiterhin glatt läuft, dann werde ich das von dem entsprechenden Behandler dann dokumentiert in einem Arztbrief schreiben und ihr zukommen lassen in der hoffnung, dass spätere Generationen von Patienten davon profitieren, dass man sein Denken und Verhalten ggenüber dem Patienten überdenkt und man ihnen Möglichkeiten und Alternativen zukommen lässt, die so in ihrem zutiefst konventionellem Konzept, dass sie derzeit haben, unmöglich ist. Warum jeden Patienten in die Neuroleptika-Ecke drängen und fett füttern und dem Risiko von Spätfolgen aussetzen, wenn es auch einen anderen Weg gibt. (Sicherlich nicht für jeden, aber immerhin ein paar könnten Glück haben). Aber man scheint keine Motivation zu haben auf die Bedürfnisse des Einzelnen einzugehen. Alle Bipolate werden dort nach dem gleiche Schema behandelt.
      Stop, stop, stop, muss jetzt mit Meckern aufhören. Kanns schon selbst nicht mehr lesen und das stört gerade meine "Mitte" und die war bis eben so schön. Ach, ich liebe einfach Modafinil! Das Zeug is geil. Uhhhaaaahahaha ich kann sogar wieder lächeln. Das ist doch mal was! Ich dachte ja schon, ich wäre ein Klugscheißer, aber die sind kein Eckchen besser (nur mit dem Unterschied, dass ich diesmal Recht hatte- ich weis das nervt, aber ich wollte dezent nochmal drauf hinweisen... :devil: ....einfach so für mich. Ich finde es heimlich ganz gut, dass ich gelernt habe meine Macke und die Reaktionen meines Gehirns auf bestimmte Substanzen so gut einzuschätzen).


      LG, euer mittiges Nüssli :scheinheilig:
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    • Liebe Nüssli!!

      Finde ich super dass Du wieder lächeln kannst, yeah!!
      Das ist wirklich schön!!
      Ich freue mich sehr für Dich und hoffe es bleibt so!!

      :thumbsup:

      Koste sie aus die Mitte, yeah!!

      Also ich für meinen Teil vertraue ihm immer noch und lass mich jetzt auch nicht verunsichern.
      Das Trittico hat er mir verschrieben weil er dachte ich sause in eine längere Depriphase, das war schon vernünftig.
      Meine Lebenszeitachse strotzt nur so vor jahrelangen Depris.
      Denn hätte er mir dafür das Lamotrigin verschrieben und es hätte nix gebracht, wer weiss ob ich es dann als Langzeitprophylaxe überhaupt noch in Betracht gezogen hätte?
      Es hat wie wir wissen nicht bei vielen eine akute antidepressive Wirkung.
      Nein, das war gut gemeint und er konnte ja nicht wissen, dass ich gleich wieder so extrem reagiere.
      Das letzte Mal war auch nur vielleicht vom AD, schwierig zu sagen.
      Naja, jetzt wahrscheinlicher.

      Aber ich gebe Dir natürlich Recht, wir sollten die Handlungsweisen der Ärzte immer wieder hinterfragen.
      Dennoch bin ich auf dem Gebiet einfach keine Expertin und muss jemandem vertrauen, der sich damit besser auskennt.
      Solange er immer sofort reagiert kann das ausprobieren auch nicht schaden, nur so werden wir gemeinsam darauf kommen was bei mir am Besten hilft.
      So seh ich das jetzt...

      Nun werde ich so schnell eh kein AD mehr bekommen, hoffentlich brauch ichs auch nicht mehr...

      Langsam check ich auch mehr was der Alk früher gemacht hat.
      Seltsamerweise hat er mich auch oft runtergeholt. Das wirkte in beide Richtungen, rauf und runter...
      Das wird mir langsam immer bewußter.

      Naja, jetzt muss ich mich so aushalten, keine leichte Aufgabe...
      :rolleyes:
      Wird schon!

      Einen schönen Abend wünscht euer buntes Müsli, das sich auf eine Deprifreie Zukunft freut
    • Müsli wrote:

      Denn hätte er mir dafür das Lamotrigin verschrieben und es hätte nix gebracht, wer weiss ob ich es dann als Langzeitprophylaxe überhaupt noch in Betracht gezogen hätte?
      Wenn es jetzt nichts gegen Depressionen gebracht hätte, dann würde es das später auch nicht können.
      Aber egal, nun wirst du ja darauf eingestellt. Ich hoffe, es gefällt dir und du kommst damit gut klar! Es gibt wirklich schlimmeres, dass man nehmen kann.
      Um ehrlich zu sein kam bei mir auch kurz der Impuls auf Alkohol zu kaufen, weil ich nicht schlafen konnte und ich weis, dass ich angenebelt auf jeden Fall schlafen werde, wenn sicherlich auch nicht besonders erholsam. Aber ich habs zum Glück gelassen. Ja komisch wie man als Alkoholtotalverweigerer auf solche Gedanken kommt. Ich habe mich schrecklich geschämt vor mir selbst. Eigentlich sind das ja fast süchtige Gedanken/Impulse, dabei trink ich doch gar keinen und habe auch noch nie regelmäßig getrunken. Das Gehirn wird ofenschtlch sehr erfinderisch, wenn es sich nach Schlaf dürstet und vor allem nach einem Grübel-Stop-Mittel.

      Gute Nacht euch! LG, Nüssli
      Was tun nach dem Absturz?
      Aufstehen. Krönchen richten. Würdevollen Schrittes weitergehen.
    • Ohja, wie gut ich das kenne!!!
      Ich war ja ein paarmal auch schon fast dran und drauf wieder welchen zu trinken.
      Zusehr bin ich ihn gewohnt, den Nebel im Kopf, die Verschleierung, das Träge werden, die Abdämpfung, ...
      Aber halt auch das noch tiefere einsinken in den Depri, verstärkte Selbstmitleids-und Selbstverletzungsgedanken...

      In Deinem Fall ist das allerdings echt seltsam, da Du ja normalerweise nix trinkst?
      Ja, das muss schon ein echt starkes Gefühl sein, wenn es selbst Nichttrinker so überfällt?

      Also bei mir wundert mich das jetzt nicht, ich glaube deshalb brauche ich zZ auch sedierende Mittel zum einschlafen, ich habe jahrelang nur mit Alk einschlafen können.
      Mann, was hab ich mich gequält!!
      Wenn ich früh aufmusste und früh verantwortungsbewusst arbeiten musste hab ich ja am Vorabend nix getrunken, dann lag ich wieder ewig wach und der Tag wurde grauenhaft...
      Ja, ich bin sehr froh über die Schlafstabilitärt, die ich nun habe, das ist ja sowas schönes!!!
      Jeden Tag kann ich etwas machen, kann ich ausnutzen im besten Fall geniessen..
      Das ist wirklich wunderwunderschön!!!

      So, ich wünsche Dir, dass Du heut wunderbar schlafen kannst und das Quattrico seine sedierende Wirkung entfaltet!!
      Schlaf gut, und hab morgen einen guten Start in den Tag!!

      Müsli, das laaaaaannngsaaam ruuuunnnterkommmt
    • Moin allseits!

      Diese Nacht habe ich nicht so tief geschlafen glaube ich. Dieses mal hatte ich aber auch gleich 100mg genommen. Morgens war ich noch relativ benebelt. Stimmung nicht so gut, habe deshalb gleich morgens das Modafinil genommen, merke aber irgendwie nix. Komisch, das Trazodon drückt mich morgens eher runter.
      Schreibe später weiter!
      Was tun nach dem Absturz?
      Aufstehen. Krönchen richten. Würdevollen Schrittes weitergehen.