Schade

    • Was andere angeht, kann ich natürlich nur spekulieren.
      Was meine Person angeht...

      ...gebe ich ehrlicherweise zu, dass wenn man gerade plant kleine Zaubernuss-Kreuzungen in die Welt zu setzen, dann hat man andere Dinge im Kopf...Babysachen kaufen, nach Kinderwagen gucken, neues Mutterschutzgesetz studieren, wann muss man welche Anträge stellen, Arztbesuche und dergleichchen...die Liste ist so lang...
      Leider ging es mir, nachdem es geklappt zu haben schien, alles andere als gut. Kein Mensch sagt einem vorher, dass man in den ersten Schwangerschaftswochen zum physischen und psychischen (Total-)Wrack werden kann, v.a. wenn man es vorher noch nicht in dieser Art erlebt hat. Reicht von katastrophalem Kreislauf (bis kurz vor Umfallen), ständiges Herzklopfen/rasen, Atemnot, nonstop Hardcorefrieren über Übelkeit als täglicher Dauerbegleiter bis hin zu Ziehen in der Leiste, dass man nicht mehr schlafen kann vor Schmerzen, Geschmacksveränderungen und ganz nah am Wasser gebaut sein. War vielleicht auch ein ungutes Omen? Keine Ahnung. Hatte ich so nicht in Erinnerung vom 1. Mal. Aber kann ja auch bei jeder Schwangeraft anders sein, selbst bei ein- und derselben Frau.
      Seit ich Blutungen hab, haben wir jede Menge Angst um unseren kleinen Krümel und ich denke man kann nachvollziehen, dass man dann am Lesen und Schreiben hier nicht so viel Interesse hegt. Außerdem ist schon wieder Prüfungszeit und egal, wie die Sache mit Junior ausgeht, müssen wir die Schreiben und irgendwie als Mensch funktionieren.

      Warum schreib ich das? Weil sich eine Art Ziel für die nächste Zeit (oder Hobby) durchaus geegnet ist, mal an was anderes zu denken, als an Kranksein. Das kann einem ziemlich gut tun.
      Zum Bleistift kann man mit "Heiraten" (und dessen Vorbereitung) ganze Jahre füllen (bei meinem Bruder war es so) und bis dahin quasi seine gesamte Freizeit (na ja seidenn der Partner kanns dann irgendwann nicht mehr hören und geht man "kurz" Zigarettenholen und wurde von da an nie mehr gesehn) diesem Thema und dessen Umsetzung innig widmen.
      Hat auch einen durchaus unterhaltsamen Teil, den man sicherlich später gern mit einem Grinsen im Gesicht seinen Kindern und Enkeln erzählen kann.
      Neulich kam mein Freund freudestrahlend nach der Uni bei mir vorbei. Grinste von einen Ohr zum anderen und sagte "Duuuuu...?"
      (oh da wurde mir schon so anders und guckte verstört). "Ich hab mich da heute mal so erkundigt. Also das ist gar nicht so teuer, wenn man eine Eheschließung anmeldet. Ich wollts selbst nicht glauben, aber das kostet nur so 80 Euro, abhängig davon, was man fürn Stammbuch noch wählt und so..." - ich dann "Waaas?"- Ich wär bald vor Schreck vom Sofa gerutscht. Nur weil man nen Kind macht, muss man ja nicht gleich auf Biegen und Brechen im gleichen Jahr auch noch ne Heirat einquetschen und wer will schon schwanger in nem Kleid für halbe Walrösser heiraten und statt feengleich schweben, watscheln wie ne Ente, wo es heute so todschicke Kleider gibt, wenn man es auch anders haben kann?? "Ja ich dacht nur, jetzt wo wir..." ...oh man ... Da hab ich dem Schätzchen erstmal beigerbacht, dass er die Sache ohne originellen Antrag gleich mal knicken kann und wer als Mann keinen Ring tragen will, ist eh disqualifiziert. Gleiche Markierungspflicht für alle lol. Nachdem ich ihm alle Illusionen beraubt und dem Herrn nahegbracht habe, was so'n Brautkleid nebst Eheringen und dergleichen kostet, war ich nicht mehr die Blasse, sondern er. Ja bei den jungen Männern von heute muss schon bisschen Spaß verstehen... Aber auch hier kann man es schnell satt haben. Irgendwann hat man so viele Kleider angesehen, dass man gar nicht mehr weis, was man eigentlich wollte und man am fatalen"Brautkleidanguck-Krampf" leidet und schwören könnte, davon viereckige Augen bekommen zu haben. Das Thema wurde erstmal vertagt...Gott sei Dank.

      Das zum Schmunzeln von mir. Sonst wird hier ja in letzter Zeit nicht so viel Lustiges erzählt.
      Oder kann noch wer einen Schwank zur gegenseitigen Erheiterung beitragen?

      Dann zurück zum ernsten Teil:

      Dass keine neuen User dazukommen (können), tut sicher sein resliches, dass es nicht wieder lebendiger wird und dieser Stillstand ist leider auch nicht sehr förderlich für die langjährigen Member hier. Durch Stagnation wirds nicht spannender...

      LG, das Nüssli
      Was tun nach dem Absturz?
      Aufstehen. Krönchen richten. Würdevollen Schrittes weitergehen.

      Post was edited 3 times, last by Zaubernuss ().

    • Hey grüß dich! Danke für die Glückwünsche....aber

      Ich wünschte, ich könnte was Positiveres berichten, aber leider ist da was schief gelaufen...
      Für uns heißt das "weiterüben". Heißt nicht für umsonst "Übungszyklen". Gibt schlimmeres als "herzeln", nur das anschließende "hibbeln" ist seehr nervenzehrend und teuer (man ich darf nicht nachdenken, was all die Tests kosten). Kinder(machen) ist echt ein teurer Spaß...aber dafür ist bei uns immer was los...

      Ich hoffe, dir gehts soweis gut!

      LG, das Nüssli
      Was tun nach dem Absturz?
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    • Hi Turtle!

      Lange nicht „gesehen“ ;)
      Ja was heißt hart und ungerecht. Hat jeder sein Päckchen zu tragen. Jetzt sind wir ja zu dritt und sind überglücklich so ein wunderbares Kind geschenkt bekommen zu haben.
      Wie geht‘s dir denn??

      LG, das Nüssli
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    • Hi Turtle!

      Sorry, dass ich länger nicht geschrieben habe, aber ich bin immer gut beschäftigt mit dem Kleinen und wenn Prüfungen anstehen, dann ist es noch schwieriger mit der Freizeit.

      Diabetes soll man ja demnächst nicht nur behandeln, sondern auch heilen können. Ich muss noch mal meine bessere Hälfte fragen, der hat mir das neulich erzählt, nachdem er irgendwo einen wissenschaftlichen Artikel gefunden hat. Wir verfolgen das immer. Zum einen, weil er seine Bachelorarbeit über Adherence bei Diabetes Typ 2 (dafür wurde ein computergestütztes Trainingsprogramm entwickelt) schreibt und weil unsere besten Freunde 2 Kids haben, die beide Diabestes Tayp 1 haben.

      Mir gehts im Moment eher so lala. Die kleine Maus kann außer krabbeln nun auch stehen und will am liebsten schon laufen und rockt die Bude, das kann ich dir sagen. Durchschlafen ist auch nicht mehr wie früher. Wenn die Zähnchen ihn ärgern, dann kann die Nacht zum Apltraum werden.
      Gestern war ich beim Hausarzt, weil ich ne Überweisung für den HNO brauchte, denn ich kann kaum noch riechen und meine Nase ist völlig trocken. Das für sich wäre jetzt nicht weiter schlimm, wenn ich davon nicht jeden Tag Kopfschmerzen hätte. Mal mehr, mal weniger schlimm und manchmal sind die Nebenhöhlen mit betroffen, dann hab ich auch so klopfende Schmerzen in den Augenhöhlen. Das ist jetzt in der Prüfungszeit sehr unpassend. Eigentlich nehm ich jeden Tag Schmerzmittel, sonst kann ich das Lernen vergessen. Und Migräne-Anfälle bekomme ich auch teilweise mehrfach die Woche, aber das kommt von der schlechten Haltung beim lernen. Liegt an einem alten HWS-Trauma.

      Haha beim Arzt gestern hat der Kleine wieder ne Flirt-Attacke gestartet. Der kann ja ein ganzes Wartezimmer unterhalten. Alle Frauen und Omis schmelzen dahin wie Eiscreme, wenn er sie anlächelt und vor Freude quietscht. Er ist ein sehr freundliches Kind, dass gern in Interaktion mit anderen Menschen geht. Nur bei Männern kann es passieren, dass er erst interessiert guckt, dann unsicher ist und statt zu lachen, dann fremdelt und fürchterlichst anfängt zu heulen. Aber das ist normal. Aber sonst erobert er mit seinem Charme alle Leute im Sturm. Ist echt ein Knaller der kleine Mann.
      War wahrscheinlich bei deinen Kiddis auch so.

      Ich versuche die Zeit zu genießen, aber am 1. Oktober kommt er schon in die Uni-Kita, aber es geht nicht anders, wir kommen sonst nicht weiter. Er fordert jetzt so viel Aufmerksamkeit, dass nebenher was lernen oder Haushalt unmöglich ist. Wir brauchen am Tag mal paar Stunden für uns. Davon mal abgesehen startet ja bald das neue Semester und ab November muss ich auch wieder arbeiten, wenn auch mit geringerem Stundenumfang.

      Das erstmal von mir. Liebe Grüße!

      Das Nüssli
      Was tun nach dem Absturz?
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    • guten morgen nüssly
      na da hast du aber viel am hals...toll wie du das machst !!!!! weiter so
      schön das dein sohn so ein strahlekind ist..wirst du noch viel freude mit ihm haben
      mein sohn war das auch und ist das heute noch mit seinen 25 jahren
      tochter war das gegen teil..sie hat mit niemanden gelächelt und immer geweint wenn es nicht
      papa oder mama war...willst du noch ein kind ?

      was machst du für prüfungen ?
      halt mich mal auf dem laufenden mit der diabetis..ich bin typ zwei und hab sooooo kaum
      ahnung davon
      hoffe deine migräne wird besser...ist ekelhaft so kopfweh
      dir einen gemütlich schönen tag
      _____________________________
    • New

      Hallo hallo!

      Ja Prüfungen sind nun vorbei. Habe nur 2 ablegen können, denn mehr war mit Säugling ohne Kita nicht zu schaffen. Die erste Bennet sich bei uns PIV. Im Grunde geht es da um Gesprächsfähigkeiten in jeglichen psychologischen Kontexten (also nicht nur „klinisch“, sondern auch z.B. bei Beratungssituationen im pädagogischen Kontext z.B. Bei der Fragestellung nach Hochbegabung oder wie führt man ein Interview in einem Bewerbungssetting vor und was muss man da alles vorher tun und wie baut man das auf usw.). War ne interessante Veranstaltung. Ein mal pro Woche hatte wir begleitend einen Termin, wo eine „Schauspielerin“ (in dem Fall Studentin höheren Fachsemesters) einen Fall simuliert hat und wir mussten sie dann interviewen und möglichst nicht nur die Techniken richtig anwenden, sondern auch herausfinden, wie sie wirklich hat, denn das wird vorher nicht preisgegeben, wäre sonst zu einfach. Das dienst dazu, dass man später überhaupt sinnvoll ein Gespräch führen kann. Man muss da mit sensiblen Themen umgehen können und Widerstand und Gesprächstechniken umgehen können.....ich will es jetzt nicht zu weitschweifig machen. Aber war sehr spannend. Vor allem oft auch in der Situation und dann auch wie man die löst.
      Die andere war über pädagogische Psychologie. Da geht es viel um Entwicklungsstörungen, wie Lese-Rechtschreibstörung, Dyskalkulie (Rechenstörung), Selbstwert, Selbstfähigkeitskonzept, Selbstreguliertes Lenen, Begabtenförderung, Förder/Sonderschulprogramme usw.

      Ich hoffe, ich kann im Frühjahr mehr Prüfungen, als nur 2 ablegen. Aber der kleine Mann geht seit 1. Oktober in die Kita. Die Eingewöhnungsphase ist nun rum, aber er ist schon zum 2. mal krank und dieses Mal hat er es auch mit eingeschleppt nach Hause. Deshalb erfreuen wir uns alle 3 gleichzeitig am Noro-Virus. So ne Kita ist der reinste Seuchenhort. Neben Noro kursiert dort gleichzeitig gerade noch Madenwurm (das ist so ein ekliger Darmparasit, wo nachts die Weibchen zum Darmausgang kriechen und in der Analfalten tausende von Eiern ablegen und dann verenden und dabei ein extremes Jucken auslösen- oh dem lieben Gott sei Dank, dass uns das erspart wurde!!!) und Hand-Mund-Fuß. Ich hoffe, es wird mit der Zeit besser, sonst ist der Kleine 50% der Zeit krank daheim.
      Das war bei euch sicher nicht anders?
      Ich kann mich an meine Kinderkrippe nicht erinnern, ich weis aber, dass bei uns damals die Eltern keinen Zugang zur Kita hatten aus hygienischen Gründen, damit dort keine Keime eingeschleppt werden. Das heißt aber auch, dass es dort keine Eingewöhnungen ähnlich dem Berlinder Modell gab. Kurzum: die Kinder wurden abgegeben und die Mütter mussten mit blutendem Herzen weggehen. Und dann haben sich die sicherlich herzzerreißende Szenen angespielt. Muss für so ein Kind erstmal der totale Schock sein. Ist sicherlich nicht gut für die Bindung. Wir waren in der ersten Zeit dabei. Später immerhin im Warteraum der Kita immer abrufbereit. Aber zum Glück mag er die Kita gerne.

      Hm mein Magen macht wider komische Sachen...ich hör mal auf...

      LG, euer Nüssli
      Was tun nach dem Absturz?
      Aufstehen. Krönchen richten. Würdevollen Schrittes weitergehen.