eine verminderte Fähigkeit, sich auf neue Problemlösungsstrategien

    • Klärungsversuch

      hallo Peter,

      Zitat:
      >Aus deinen Beiträgen glaube ich unterschwellig eine sehr tiefe Aversion gegen jedes biologisch-genetische Element eines Erklärungs-Ansatzes zu spüren (aber ich kann mich ja täuschen), deswegen setze ich mal bewusst holzschnittartig dagegen: Genauso fatal wie ein rein biologisch-genetisches Modell wäre der Ansatz, alles aus der Psyche oder dem sozialen Kontext erklären zu wollen.

      >Und back to Siggi kanns ja auch nicht sein, oder? ;)

      Um mit dem letzten Satz zu beginnen:
      Bin mir nicht sicher, was Du damit sagen willst.
      Die Aussage ist ja in smiley eingebunden und von daher bekommt sie eine bestimmte Färbung.

      Aber ernst genommen wird das, was FREUD seinerzeit bereits annahm, doch grade aktuell durch die Hirnforschung belegt.
      Sogar die Existenz des Unbewussten lässt sich (in anderen Termini) hirnphysiologisch nachweisen. Die Realität des Unbewussten ist von jeher das Feld der Psychoanalyse.

      Mit der Trieblehre legte FREUD eine Theorie vor, die zwar eine sehr schwierig zu entschlüsselnde Konstruktion ist, auch weil von ihm mehrfach verändert, die aber ihre
      Berechtigung keineswegs eingebüßt hat.

      Was mich betrifft, so täuschst Du Dich wirklich.
      Ich habe „keine sehr tief empfundene Aversion gegen jedes biologisch-genetische Element eines Erklärungs-Ansatzes“.
      FREUD selbst setzte auf zukünftige Forschung und moderne Methoden, die zu seiner Zeit noch nicht zur Verfügung standen. Daraus ergibt sich, dass auch der Umkehrschluss „alles aus Psyche oder dem sozialen Kontext“ erklären zu wollen, nicht greift.

      Dies wäre Entweder-Oder-Denken, das ich in meinem obigen posting zu shyguests Bemerkung ja grade als das ZU ÜBERWINDENDE Denken beschrieb.
      Ein Forschungsansatz, der kognitive Defizite z.B. bei bipolaren Menschen erkennen will und daran arbeitet, diese Gene „dingfest“ zu machen, vernachlässigt allzusehr, dass Psyche und menschliches Sein erst im sozialen Kontext entsteht, sich herausbildet.

      Mehr wollte ich eigentlich gar nicht anmerken :P

      Gruss
      Lucy
    • Einigkeit / An Lucy

      Hi Lucy,

      dann sind wir beide uns ja einig - Mir, Druschba, Blini! ;)

      Meine nur scherzhaft gemeinte Frage nach 'back to Siggi' sollte auch nur akzentuieren, dass ich die Vernachlässigung zwischenzeitlich gewonnener Erkenntnisse für fatal halten würde - aber du ja offensichtlich auch.

      Es sollte dich doch freuen, dass du Freudsches Gedankengut auch in den zehn Thesen von T.Bock/A.Koesler findest, oder? Selbst wenn sie (noch) nicht zum Mainstream zählen...

      Herzlichen Abend-Gruß

      Peter

      aka Pierrot le Fou
      aka Pedro el Loco
      aka Peter the Maniac
      You'll never gonna change anything!

      (John Rambo in Rambo IV)
    • Danke für den Link, den ich mal kurz überflogen habe.

      Dort steht zum Beispiel dieser Satz:

      Zitat:
      >Er ging alle seine Arbeitsschritte dieses Morgens noch einmal durch und hatte zunächst ein chloroform-ähnliches Lösungsmittel in Verdacht. An das LSD dachte er als Allerletztes, weil es ja schon fünf Jahre zuvor pharmakologisch untersucht worden war und er es an diesem Morgen nur kristallisiert hatte. Heute sagt Albert Hofmann, dass er das LSD nicht entdeckt hat, sondern dass es zu ihm gekommen sei

      In dem Satzteil, den ich fett geschrieben habe steckt drin was ich meine:

      nicht die Tatsache, DASS er LSD erfunden hat, sondern WIE er drauf gekommen ist, dass er an dem bereits Erforschten nochmal das NEUE auffinden konnte, dass ist jene Kraft, die nicht in den Genen und nicht in den Hirnwindungen zu suchen ist, sondern die als WIRKUNG der menschlichen Geisteskraft anzuerkennen ist.

      Dass der so gefundene Stoff auch Phantasien und Trips hervorruft, die auch als bewusstseinserweiternd erfahren werden können, von manch einem aber auch als Horrortrip erlebt werden, steht auf einem anderen Blatt.

      Das Erlebnis einer Bewusstseinserweiterung ist übrigens auch nicht gleichzusetzen mit eigenständigem Denken.

      Gruss
      Lucy
    • Wir sind immer noch entsetzt, aber danke, Lucy, für die moralische Unterstützung.

      Zur Zeit sind wir etwas auslenkbar in jede Richtung...so wie beim unangeschnallt Autofahren.

      Vielleicht sollten wir das Wochenende aufs Land fahren, eine Freundin hätte uns eingeladen.

      Zwischenbericht: Depakine 500mg. Dabei bleibt es jetzt. Und das Granulatzeugs fragen wir das nächste mal beim Arzt, dann im September oder so.

      Vielleicht paßt das ja wirklich besser. Möglicherweise kann man das in Kakao auflösen?
      Das Bier möchten wir uns nämlich nicht damit verpatzen!

      Heute wieder keine Zuckerwatte.

      Grüße an alle Streithanseln,
      Hatschepsut.


      Editiert von uns selbst zur Vermeidung peinlicher Fehler! Bisher einmal!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von hatschepsut ()

    • >>>> Zur Zeit sind wir etwas auslenkbar in jede Richtung...so wie beim unangeschnallt Autofahren. <<<<

      da hast du schön gesagt !!
      so gings mir auch (ging/geht/egal) deshalb beizeiten aussteigen.
      und den gruß nehm ich an (.. streithanseln ..)
      :D :D :D
      µ
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    • Original von blattleine verminderte fähigkeit...also ich kann das für mich doch annehmen. ich bin schon ein bisserl stur. und brauch z.B. auch manchmal eine weile, ehe ich eine - bessere - problemlösungsstrategie von jemand anderem annehmen kann. :(



      ich finde das garnicht so ungut ...
      man sollte doch immer erstmal genau prüfen,
      worauf man sich einlässt ...
      zwar offen sein und was zulassen
      aber sich nicht jeden kram von therapeuten und dergleichen aufschwatzen lassen, die einen überhaupt nicht kennen und an der persönlichkeit vorbei schulbuchweisheiten auf patienten anwenden wollen.

      da MUSS man schon mal etwas "stur" auf qualität abtasten, bevor man sich eine neue problemlösungsstrategie ins leben holt -
      sonst könnte ja jeder möchtegernguru ankommen.

      immer selbst lenken, sag ich.
      µ
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