Starke Medikamentennachwirkungen

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    • Starke Medikamentennachwirkungen

      Ich melde mich zum ersten Mal hier im Forum und möchte mich kurz vorstellen. Ich bin schon seit meinem 20. Lebensjahr in psychiatrischer Betreuung wegen der bipolaren Krankheit, die ich leider ziemlich extrem habe. Ich war bisher ca. 20 x im Wiener AKH.

      Ich habe ein 6-jähriges Kind, das am kommenden Montag in die Schule kommen soll. Ich weiß nun nicht, wie ich es schaffen soll, rechtzeitig aufzustehen, da ich am Morgen die Medikamente (Depakine, Seroquel, Risperdal, Truxal) extrem spüre und ich mich zu fast nichts aufraffen kann.

      Soll ich sie eigenmächtig übers Wochenende reduzieren? Andererseits bin ich immer noch hypomanisch. Ich weiß wirklich nicht, was ich tun soll und mein Arzt ist auch auf Urlaub. Den nächsten Termin bei ihm habe ich erst in eineinhalb Wochen.

      LG rakete
    • hallo rakete,

      willkommen im forum erstmal! ich bin doro und schon länger hier, anfang 40, 2 kinder, alleinerziehend und seit d. 19.Lj. md. (aber nicht sooo verrückt, wie es manch einer hier behauptet :)) )

      zu deinem problem - ich kann dir nicht ernsthaft raten, an den medis was zu ändern, das is sowieso nicht zulässig - ich bin kein arzt. vor allem wenn du hypoman bist.
      kann dir dein mann nicht helfen an dem tag???
      damit du nicht solchen bammel haben musst?
      oder wenn das nicht geht - den wecker um einiges früher stellen und (kalt :D ) duschen und kaffee trinken?

      hier ist auch ein arzt, vielleicht sieht er dein posting und sagt was dazu. ich trau mich nicht - wenn ich in der situation wäre... seroquel UND truxal, also wenn du das kriegst, dann ist dein derzeitiger zustand wohl alles andere als stabil, truxal is ein heftiges medi..kenn ich.

      bis dann,
      grüße!
      doro
      bipolar 1, trockene alkoholikerin
      lamotrigin 150 - efectin 150 - tritico 150
      beste therapie - meine 9 monate alte neufundländerhündin
    • Mein Mann geht am Montag schon mit mir in die Schule. Ich aber habe Angst, daß ich eventuell sehr eingespritzt wirke und überlege mir natürlich, was dann die anderen Eltern von mir denken.

      Habe übrigens schon manchmal selber die Medikamente ein bißchen reduziert, bis jetzt ohne Nachteil, mein Arzt läßt mir da schon ein wenig freie Hand.

      LG rakete
    • Natürlich gibt's am AKH eine Ambulanz, aber heute kann ich nicht mehr hingehen, weil ich mit meinem Sohn den ganzen Tag alleine bin. Dieser ist in der Öffentlichkeit derart anstrengend und quirlig, dass ich nicht gerne mit ihm dorthin gehen möchte.

      Vielleicht probiere ich es morgen. So viel ich weiß, haben sie das ganze Wochenende über Dienst. Hoffentlich nehmen sie mich dran. (Bin ja eine alte Bekannte, HAHA.)

      LG rakete
    • Ich habe einfach Angst, daß ich in der Schule oder schon vorher in der Kirche negativ auffallen könnte. Immerhin soll mein Sohn mit den Kindern dieser Eltern 4 Jahre in die Schule gehen.

      (Mein Sohn ist ein sehr lebhaftes Kind, kann nicht stillsitzen und redet fast pausenlos.)

      Außerdem bin ich immer noch recht kauflustig und das deutet doch darauf, daß die Manie noch nicht abgeflaut ist.
    • sorry, rakete,

      da fehlt mir jetzt der durchblick.
      wenn ICH manisch war, dann hatte ich vor gar nichts angst - da bin ich überallhin, ohne skrupel, weil ich ja die beste, klügste, schönste und überhaupt ...
      da war mir auch der bürgermeister schnurzpiepegal.

      also, wenn du angst hast überdreht zu sein, dann nimm die tabletten und bist höchstens bisschen schlapp?

      außerdem musst ja nicht du schule gehen, du musst auf niemanden eindruck machen, auch nicht dein kind. ich würd mir da nicht so den kopf zerbrechen, ist kein fernsehauftritt :) und du musst auch keine rede halten oder?
      meine haben die volksschule schon hinter sich. jeder termin dort war für mich sowieso eine strafe und die eltern sowieso. eine einzige schleimerei das ganze. hab mich von allen ämtern und ehren ferngehalten und auch von diesen ach-so-tollen allwissenden müttern, lieber das eigene kind daheim unterstützt.

      und vor allem würd ich dran denken, dass andere auch nervös sind...
      bipolar 1, trockene alkoholikerin
      lamotrigin 150 - efectin 150 - tritico 150
      beste therapie - meine 9 monate alte neufundländerhündin
    • Ich denke, du hast recht. Gar so manisch bin ich erstens nicht mehr und zweitens geht es dort vor allem um MEIN Kind.

      Es ist nur so, daß mein Mann und ich schon seit Jahren vor diesem Tag weiche Knie hatten, da unser Kind auch nicht gerade sehr angepaßt ist. Dürfte stark nach mir kommen. Könnte größere Probleme in der Schule bekommen.

      LG rakete