Werner Ludvig Buchmayer

Statement zum Mozartjahr




 

  Mozart ist sicherlich einer der produktivsten Komponisten gewesen.
Er wurde jedoch von Kindheit an von seinem Vater herangeführt, es war kein wirklicher Drill,
aber schließlich gab es auch noch keine Schulpflicht und der junge Mozart konnte sich ganz
der Musik widmen.

Die Reisen mit dem Vater durch Europa waren sicher spannend für den Kleinen.
Aber wenn ICH die Jugendwerke höre, kann ich sie nicht voneinander unterscheiden, ich bin
allerdings kein Musiker!!
Vieles kommt mir wie ein endloses Gedudel von Wiederholungen vor, das Gefiedel einer Geige
kann ich sowieso schwer ertragen, da tu ich mir mit Klaviermusik schon leichter und die
großen Orchesterwerke wie die 40. und 41. Symphonie gefallen mir durchaus, und natürlich
das Requiem.
Bei einer Umfrage unter Sängern, Musikern etc. gefällt dies jedoch jedem.

Von den Opern ist Don Giovanni ein spannender Stoff, die Zauberflöte ein märchenhaftes
Singspiel mit humanistischen Zügen.

Der Inhalt von Cosí fan tutte ist schlichtweg hanebüchern mit über 3 Stunden reiner Spielzeit
für MICH nicht zu ertragen.

Die Handlungen der Jugendwerke sind ja wohl auch Versteckspiele von Liebeleien.

Und deswegen ist natürlich die von den Salzburger Festspielen in ihr Mozartjahr konzipierte
Spielplangestaltung von 22 Mozartopern (!) in wahrscheinlich sehr unterschiedlicher Qualität
nicht gerade einfallsreich (siehe meine Protestkundgebung vom Sommer 2005).


Zur Zeit sind in Salzburg einige Dutzend überdimensionale Mozartkugeln aufgestellt -
wie orgininell! - leider kann man sie nicht essen...sind zumindest sehr teuer (!).

Ich freue mich jedoch auf den Hubschrauber im Frühjahr - wenn dies tatsächlich realisiert
werden sollte, dieser sollte jedoch das furchtbar steife und idealisierte Mozartdenkmal von
Schwanthaler gleich mit in luftige Höhen entschwinden lassen, damit Raum für eine
phantasievollerere und "menschlichere" und lebendigere Skulptur geschaffen wird.

Auch Denkmäler für stille und im Verborgen wirkende Bewohner wären angebracht.
Die breite Alpenstraße würde sich als Skulpturenallee geradezu anbieten.
 
 

 

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