Folsäuremangel verzögert Wirkung von Antidepressiva

Quelle International Journal of Neuropsychopharmacology 2005; 8 (4): 523-528

Eine Untersuchung an ambulanten Patienten mit einer schweren depressiven Episode zeigte , daß
Patienten, die einen niedrigen Folsäurespiegel hatten (Folsäure gehört zu den B-Vitaminen)

– im Schnitt signifikant später auf die antidepressive Medikation ansprachen
– im Gegensatz dazu hatte ein Mangel an anderen Vitaminen (Vit. B12 und Homocystein) keinen Einfluß

Bemerkung: Folsäuremangel gibt es auch bei uns relativ häufig. Ganz besonders betroffen sind ältere Menschen, Menschen mit einseitiger

Ernährung und ganz besonders auch Alkoholiker. Folsäure ist wichtig für das gesamte Nervensystem, und eine Blutspiegelbestimmung sollte an und für sich

zur Basisroutine für psychiatrische Patienten gehören.

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