Die Wahl zwischen Pest und Cholera

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    • Die Wahl zwischen Pest und Cholera

      Am 26. September wird in Deutschland eine neue Bundesregierung gewählt. Ich kann mich an keine Wahl erinnern, bei der seitens aller Parteien ein dermaßen konturloses Geschwätz abgesondert worden wäre. Ich wünschte mir, dass auch das Nichtwählen eine politische Konsequenz hat, z.B. die Verkleinerung des Parlaments. Wen soll man also wählen? Im Moment sieht es ganz gut für Olaf Scholz aus, der ist am wenigsten peinlich. Aber: Kann sich der Wähler ernsthaft damit zufrieden geben, jemanden wählen zu müssen, der weniger peinlich ist?

      Deutschland banalisiert sich in vielerlei Hinsicht, dem Land scheinen die Dichter und Denker im Trash-TV abhanden gekommen zu sein. Die Insassen im Big Brother Container stecken den Claim der neuen intellektuellen Standards ab. Die Industrie unterstützt das, indem KI das eigene Denken (sogar das Drehen an einem Lenkrad) obsolet machen soll. Es läuft darauf hinaus, dass das Smartphone kein Werkzeug des Menschen mehr ist, sondern im Gegenteil der Mensch nur noch die Beine für dass für ihn denkende Handy zur Verfügung stellt.

      Politisch wird mehr Digitalisierung gefordert. Mir ist nicht ganz klar, wo es da hierzulande überhaupt Defizite gibt, bei mir fluppt das Digitale wunderbar. Mir wäre eine Initiative für mehr Analogisierung sehr viel wichtiger.